Mit der neuen Webansicht will Instagram seinen Nutzern die Möglichkeit geben, sich und ihre Fotos einfacher zu präsentieren, schreibt das Unternehmen in seinem Blog. So können künftig auch Menschen, die den Dienst selbst nicht nutzen, die Onlineprofile von Freunden, Prominenten oder Firmen anschauen - sofern diese das nicht per Privatsphäre-Einstellung ausschließen.
Neben Profilfoto und Biografie-Kasten zeigen die Profile im Browser eine Übersicht kürzlich gemachter Aufnahmen, die sich automatisch aktualisiert. Wer angemeldet ist, kann Nutzern folgen, deren Fotos kommentieren und ein "Gefällt mir" hinterlassen. Die Möglichkeit, Fotos vom Computer hochzuladen, gibt es vorerst nicht.
Freigeschaltet werden sollen die Onlineprofile innerhalb der nächsten Tage. Man kann sie direkt über URLs erreichen, nach dem Prinzip instagram.com/Nutzername. Dass das Profildesign auf den ersten Blick an Facebooks Chronik erinnert, ist sicherlich kein Zufall: Instagram gehört mittlerweile zum Portfolio des sozialen Netzwerks, wurde im April gekauft. Zunächst stand ein Preis von einer Milliarde Dollar im Raum, letztendlich zahlte Facebook 715 Millionen Dollar.
Bisher boten lediglich Drittanbieter Webansichten für Instagram-Aufnahmen, zum Beispiel Statigram, der auf seiner Website mit "1,7 Millionen zufriedenen Kunden" wirbt. Ihnen sagt Instagram jetzt den Kampf an. Im September hat das Unternehmen bekanntgegeben, mittlerweile über 100 Millionen Nutzer zu haben, was die Plattform auch für Werber interessant macht. Das zeigt schon Instagrams Ankündigung der Webansicht: Eins der ersten freigeschalteten und als Beispiel präsentierten Profile ist das der Sportfirma Nike.
Auch Twitter plant angeblich Fotofilter
Der Erfolg der Fotofilter ist anderen Unternehmen nicht verborgen geblieben. Nach Informationen der "New York Times" will bald Twitter auf diesem Gebiet mitmischen, der Webdienst arbeitet demnach an einer Filterfunktion für seine Apps für Mobilgeräte. Laut des Berichts hatte auch Twitter über einen Zukauf nachgedacht, entschied sich dann aber, die Filter lieber selbst zu entwickeln.
mbö
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