Von Dieter Petereit
Stratos LivePages können völlig unverbindlich getestet werden. Damit unterscheiden sie sich deutlich vom 1&1 DIY-Produkt. Das kann zwar ebenfalls 30 Tage lang getestet werden, aber nicht ohne vorherige umfangreiche Registrierung mit allen persönlichen Daten und Zahlungsangaben.
LivePages ist ein eigenständiges und modernes Produkt, das optisch etwas an CAD-Software erinnert. Das ist für absolute Neulinge sicher etwas gewöhnungsbedürftig. Dabei gibt sich Strato Mühe, den Nutzer möglichst umfangreich im Erstellungsprozess zu unterstützen. So stehen für nahezu jeden Schritt informative und hilfreiche Video-Tutorials und eine umfangreiche Onlinehilfe bereit.
LivePages folgt einem fünfschrittigen Ablauf. Zunächst wählt man die Branche, dann das Template, anschließend gliedert man seine Website in Seiten und Unterseiten. Dann führt man die Inhalte hinzu und zu guter Letzt wird das Werk publiziert. Erst an dieser Stelle erwartet Strato die Entscheidung, ob man das Produkt kauft oder nicht.
LivePages gibt es in drei Preisklassen. Die Basic-Variante kostet monatlich 3,90 Euro. Sie verwaltet bis zu 20 Seiten und beinhaltet immerhin eine Domain aus dem gängigen TLD-Bereich - unter anderem ".de" - sowie 25 E-Mail-Postfächer. Der Tarif "Unlimited" für monatliche 8,90 Euro hebt die Seitenbeschränkung auf und bringt noch ein Blogmodul mit. Zudem enthält das Paket zwei Domains und 50 Postfächer. Die größte Variante mit dem schönen Namen "Multimedia" bietet drei Domains mit 150 E-Mail-Accounts sowie zehn Blogs und Platz für 5.000 Bilder und 720 Minuten Video.
Der Workflow ist transparent, nachvollziehbar und leicht zu erlernen. Die Preise sind moderat, die Sprache auf Deutsch. Ob einem die Oberfläche zusagt, ist letztlich Geschmackssache. Im direkten Vergleich zwischen Strato und 1&1 liegt letzterer aufgrund der Jimdo-Technologie vorne.
LivePages sind nach aktuellem Stand der Dinge nicht für die mobile Darstellung optimiert. Mehrsprachige Websites lassen sich nur über redundante Strukturen verwalten.
Website-Builder für Gründer und Kleinunternehmer: Eine Empfehlung
Auf jeden Fall nichts falsch macht der geneigte Baukasten-Verwender, wenn er sich für Jimdo entscheidet. Will man sich lieber einem der Branchenriesen anvertrauen, sollte man etwas tiefer in die Tasche greifen und 1&1 mit der Do-It-Yourself Homepage wählen, die immerhin auf Jimdo basiert.
Ein Vorteil, wenn man sich für einen der beiden größten Anbieter Strato oder 1&1 entscheidet, liegt darin, dass man mehrere Fliegen mit einer Klappe schlägt. Denn neben der eigenen Homepage bekommt man gleich die entsprechende Domain, E-Mail-Accounts und den gesamten digitalen Grundbestand mitgeliefert.
Das innovativste Konzept bietet der brandneue Wettbewerber Jux. Wen die Verwendung der englischen Sprache nicht vor Schwierigkeiten stellt, sollte in jedem Fall einen Blick auf das bislang völlig kostenfreie System werfen, auch wenn er sich am Ende womöglich doch für Jimdo oder 1&1 entscheidet.
Sind mehrsprachige Websites gewünscht, sollte man auf Edicy zurückkommen, was sicherlich nicht von Nachteil ist. Immerhin liegt das Bedienkonzept auf der gleichen Linie wie jenes von Jimdo. Edicy bietet zudem eine sehr gute Mobilunterstützung.
Dieter Petereit ist diplomierter Absolvent des Studiengangs Wirtschaftswissenschaften mit Schwerpunkt Marketing, aber bereits seit 25 Jahren auch in der IT daheim.
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