Webvideopreis 2013 Wie der Dinosaurier ans Klopapier kommt

Was ißt der Tod zum Frühstück? Produziert eine Zeitmaschine Strom, statt ihn zu verbrauchen, wenn die Zeit rückwärts läuft? Diese Fragen beantwortet der erste Trickfilm des deutschen Zeichners Joscha Sauer von Nichtlustig. Sein Video ist für den deutschen Webvideopreis nominiert.


Die Helden dieses kurzen Tricksfilms: Eine Lemmingfamilie, der Tod, ein Dinosaurier auf der Toilette, zwei Yetis beim Frühstück, ein Hahn und ein Bär. Der deutsche Zeichner Joscha Sauer (Nichtlustig.de) erzählt in vielen kurzen, aufeinander aufbauenden Episoden, wie der Tod beispielsweise seinen Nachbarn Lemming verklagt, damit der ihm nicht mehr zu nahe kommt. Der stalkende Lemming will doch nur sterben, wie es seine Natur ist.

Die Figuren sind niedlich und die Geschichten herrlich absurd. Die beiden Wissenschaftler, die ihr einziges Klo an einen Dinosaurier verschenkt haben (über ihre Zeitmaschine), holen es sich zurück, indem sie die Zeit zurücklaufen lassen. Dabei gibt es einen interessanten physikalischen Effekt: Wenn eine Zeitmaschine vorwärts läuft, nimmt sie Strom auf. Im Rückwärtsgang gibt sie Strom ab - und überlastet die Sicherungen.

Mit dem zehnminütigen Videoclip hat Zeichner Sauer bei einer Crowdfunding-Aktion mehr als 10.000 Unterstützer gewonnen. Sie zahlten insgesamt gut 183.000 Euro für die Produktion einer kompletten Folge der Nichtlustig-Zeichentrickserie. Sauer zeigt die erste Folge am 8. Mai in Köln - nun will er das Geld für eine komplette Nichtlustig-Serie zusammenkriegen.

Ob Sauer auch den Webvideopreis gewinnen kann, entscheiden jetzt die Zuschauer. Und zwar nicht mit einer herkömmlichen Abstimmung, sondern indem sie das Video auf der Seite des Webvideopreises bei Twitter, Facebook oder Google+ teilen oder in ihrem Blog verlinken.

Deutscher Webvideopreis 2013
  • European Web Video Academy
    Der deutsche Webvideopreis wurde im Jahr 2011 zum ersten Mal vergeben. Bis zum 28. April konnten Publikum und Jury über die Nominierungen abstimmen. In diesem Jahr wurden in 13 Kategorien Dutzende Netzfilme nominiert. Aus allen nominierten Einreichungen können bis zum 23. Mai die Finalisten bestimmt werden. Dabei zählen außer geteilten Links auf Twitter und Facebook auch Verlinkungen in Blogs. Die Gewinner der Abstimmung werden zusammen mit den Jury-Preisträgern am 25. Mai 2013 in Düsseldorf gekürt. SPIEGEL ONLINE ist Medienpartner des Deutschen Webvideopreises.

Der Autor auf Facebook

lis



Forum - Diskutieren Sie über diesen Artikel
insgesamt 12 Beiträge
Alle Kommentare öffnen
Seite 1
molesman 07.05.2013
1. Der Gary Larson Jünger...
...lehnt sich zwar stark an sein Vorbild an und das Heer der Imitatoren dieser stories ist groß (von Lemming über Tod bis zum Huhn der Depression pardon hier Pudel des Todes usw...) Sauer schafft es aber immer wieder durch seine schönen Zeichnungen und eigene Ideen das Feld zu bereichern. Sympathisch und oft alles andere als "nichtlustig" und die Kalender sind immer ein schönes Geschenk. Der Film aber, man möge mir verzeihen, funktioniert leider gar nicht. Dies liegt sicher daran dass man selbst wenn man Cartoons anschaut das ideale eigene Gag-Timing findet und den Akteuren auch die idealen Stimmen andenkt. Hier wird man mit etwas zähen Abläufen und leider nicht besonders guter Synchro konfrontiert. Das führt dazu dass die Gags nicht so zünden wie auf dem Papier. Aber das mag jeder anders sehen, ist meine subjektive Ansicht. Ich wünsche Herrn Sauer dennoch viel Erfolg!
artusdanielhoerfeld 07.05.2013
2. Nichtlustig
Der Name ist Programm. Wie kann man nur soviel Zeit, Aufwand, Mühe und Geld in ein derart schlechtes Projekt stecken, das zehn Minuten meiner Lebenszeit verschwendet hat? Ich empfehle Herrn Sauer den Besuch dieser Seite: http://www.joecartoon.com/ DAS ist lustig!
trolleyhog 07.05.2013
3. nicht-lustig-app
absolut empfehlenswert für fans. die nicht-lustig-app für android
Auggie Smith 07.05.2013
4.
Über Humor kann man bekanntlich streiten, aber NICHT LUSTIG ist leider wirklich NICHT LUSTIG. Ich kann mir wirklich nicht vorstellen, dass erwachsene Menschen über so viele Banalitäten bei Abwesenheit von Originalität und Subtilität lachen können. Ich könnte nicht sagen, wann ein Gaga anfängt und wann er wieder aufhört. Träges schleppendes Niedlichpuppenspiel, aber eben NICHT LUSTIG!
sozialminister 07.05.2013
5.
Für eine deutsche Produktion ist es doch recht lustig. Muss aber sagen, daß mir die Comic-Strips besser gefallen haben als der Cartoon jetzt.
Alle Kommentare öffnen
Seite 1

© SPIEGEL ONLINE 2013
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung der SPIEGELnet GmbH


TOP
Die Homepage wurde aktualisiert. Jetzt aufrufen.
Hinweis nicht mehr anzeigen.