Auszeichnungen vergeben Eko Fresh rappt sich zum Webvideopreis

Sieben Videos und Onlineprojekte sind am Freitag mit einem Webvideopreis ausgezeichnet worden. Unter den Gewinnern ist neben Rapper Eko Fresh auch einer der bekanntesten deutschen YouTuber.

Patrick Mölleken, Eko Fresh, Yunus Cumartpay
obs/Landesanstalt für Medien NRW/Omertà Pictures

Patrick Mölleken, Eko Fresh, Yunus Cumartpay


Der deutschtürkische Rapper Eko Fresh und der Videomacher Can Özev bekommen im Rahmen des Webvideopreises 2018 den "Sonderpreis für gesellschaftliche Verantwortung". Prämiert werde ihr Video "Aber", teilt die European Web Video Academy (EWVA), die den Webvideopreis ausrichtet, am Freitag mit. Der Song, den Samy Deluxe produziert hat, ist schon fast sieben Millionen Mal aufgerufen worden. An Eko Freshs Seite treten im Musikvideo die Schauspieler Patrick Mölleken und Yunus Cumartpay auf.

Auf außergewöhnlich präzise Weise würden die Ressentiments rund um die Integrationsdebatte gegenübergestellt, schreibt die Landesanstalt für Medien NRW über das Video. Gleichzeitig werbe es für Austausch und Respekt. Es ist das erste Mal, dass die EU-Initiative Klicksafe und EWVA gemeinsam den Sonderpreis vergeben.

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Die übrigen Preisträger des diesjährigen Webvideopreises wurden aus einem Kreis von Nominierten per Online-Abstimmung ermittelt, deren Ausgang mit dem Abstimmungsergebnis einer Jury kombiniert wurde. Am Onlinevoting konnte man sich über WhatsApp und den Facebook Messenger beteiligen.

Auch Julien Bam ist einer der Gewinner

Die Auszeichnung "Person of the year" ging diesmal an die Journalistin Natasha Ziegler, die mit ihrem Kanal "nobeautychannel" den Schönheits- und Selfie-Wahn junger Frauen aufs Korn nimmt.

Zu den fünf weiteren Preisträgern zählt Julien Bam. Der 30-Jährige bekommt den Webvideopreis schon zum fünften Mal, er ist mit über fünf Millionen Abonnenten einer der reichweitenstärksten Videomacher Deutschlands.

Ausgezeichnet wurde neben ihm die Chemikerin Mai Thi Nguyen-Kim, die auf ihrem YouTube-Kanal "maiLab" jungen Menschen Wissenschaft vermittelt und über Mythen und Fehlinformationen aufklärt. Die restlichen Preise gingen an die Webserie "Kuntergrau" vom Kölner Verein Anyway, an den Filmemacher Joseph "DeChangeman" Bolz und an den Tech-Experten AlexiBexi.

Der Webvideopreis ist nicht dotiert und wurde 2018 zum achten Mal vergeben. Gefördert wird die Auszeichnung durch das Land NRW. Eine große Gala gab es dieses Jahr nicht, die Nominierten wurden dafür dieses Jahr unter anderem auf Tausenden Videoscreens präsentiert.

mbö/dpa



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