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20. Juni 2012, 14:59 Uhr

Mikroblog in China

Sina Weibo will Geld für Premium-Profile

Ein Vorbild für Twitter? Der chinesische Mikroblogging-Dienst Sina Weibo will einen Teil seiner 300 Millionen Kunden zum Zahlen bringen - für Premium-Kunden soll es besondere Features geben.

Twitter ist in China blockiert, dort nutzen Mikroblogger Dienste wie Sina Weibo und Tencent Weibo (Weibo bezeichnet Mikroblogging, daher taucht der Begriff bei allen Diensten auf). An die 300 Millionen Nutzer soll das Sina-Microblogging-Angebot haben. "Tech in Asia" meldet, dass Sina das Angebot nun um kostenpflichtige Zusatz-Features erweitern will. Für monatlich zehn Yuan (umgerechnet knapp 1,25 Euro) werden Anwendern zusätzliche Sicherheits-Features versprochen. Außerdem können sie eigenen Profilseiten stärker personalisieren und auch Sprachnachrichten versenden.

Insgesamt sollen den Nutzern 15 sogenannte VIP-Features zur Verfügung stehen. Den Zugang erhält der zahlende Kunde, wenn er sich über die gesonderte Seite vip.weibo.com anmeldet. Für ein Jahresabo gibt's Preisnachlass, zwölf Monate chinesisch zwitschern kosten dann 108 Yuan (umgerechnet 13,40 Euro).

Trotz seiner großen Popularität macht Sina Weibo Verlust, einige Beobachter zweifeln allerdings daran, dass der Dienst mit dem Premium-Angebot aus den roten Zahlen kommt. Bereits früher wurde offenbar ohne großen Erfolg ein kostenpflichtiger SMS-Support angeboten.

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