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Sicherheit des Weißen Hauses: Secret Service übt Abwehr von Drohnen

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AP/dpa

Das Weiße Haus: Drohnen im Garten verboten

Drohnen im Garten des Weißen Hauses - für den Sicherheitsdienst des US-Präsidenten ein Albtraum. Um solche Vorkommnisse zu verhindern, trainiert der Secret Service das Abfangen der Geräte. Die Ideen reichen vom Störsender bis zum Fangnetz.

Der amerikanische Secret Service, dem unter anderem der Schutz des Präsidenten obliegt, erprobt Abwehrmaßnahmen gegen Drohnen. Regierungsbeamte führen dazu rund um das Weiße Haus in Washington eine Reihe von Testflügen mit Drohnen durch. Dabei versuchen sie, einen möglichst effizienten Weg zu finden, die kleinen Rotorflieger zu kontrollieren. Die Versuche sollen in den nächsten Wochen mitten in der Nacht stattfinden, immer von 1 bis 4 Uhr morgens.

Die Testläufe verfolgen verschiedene Ziele. Wie ein Regierungsvertreter sagt, will der Secret Service Drohnen einerseits als Hilfsmittel zur Strafverfolgung erproben, anderseits sucht er Wege zur Abwehr feindlicher Luftfahrzeuge.

Zu den getesteten Technologien soll unter anderem der Einsatz von Störsendern gehören. Das Heimatschutzministerium habe derartige Konzepte zwar bereits untersucht, aber erst der Einsatz unter realen Bedingungen könne belastbare Ergebnisse liefern.

Die EFF nennt drei Ansätze

Offiziell teilt der Secret Service nur mit, dass es Drohnentests gebe. Zu weiteren Details wie etwa der Anzahl der Fluggeräte oder genauen Überfluggebieten schweigt der Dienst jedoch.

Gibt es keine technischen Einschränkungen am Gerät, kann grundsätzlich jeder eine Drohne selbst in heikelste Sicherheitszonen fliegen. Im Januar hatte ein betrunkener Pentagon-Mitarbeiter eine Drohne per Bruchlandung in den Garten des Weißen Hauses gelenkt. Einige Firmen haben als Reaktion darauf Flugverbotszonen in ihre Produkte programmiert.

Ein Techniker der Electronic Frontier Foundation (EFF) sagt, es gebe grundsätzlich drei Möglichkeiten, um eine Drohne zu stoppen. Man könne die steuernden Funksignale durch einen Störsender unterdrücken; man könne die Drohe hacken, um ihr dann vorzumachen, sie befinde sich ganz woanders; und man könne eine physische Blockade einsetzen. Die Polizei könne zum Beispiel eine Drohne vom Himmel schießen oder sie mit einem Netz einfangen. Am einfachsten sei es, so der EFF-Techniker, ein großes Netz über das Weiße Haus zu spannen.

meu/AP

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