Wifislam-Übernahme: Apple kauft Indoor-Kartografen

Karten-App von Apple: Bald mit Navigation innerhalb von Gebäuden Zur Großansicht
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Karten-App von Apple: Bald mit Navigation innerhalb von Gebäuden

Für 20 Millionen Dollar hat Apple das Kartografieunternehmen Wifislam gekauft. Das Start-up will Indoor-Navigation ohne GPS-Empfang ermöglichen. Damit ist klar, wohin für Cupertino die Reise geht: immer Google hinterher.

Wifislam kann allein anhand der Vermessung von W-Lan-Signalen den Standort eines Nutzers auf 2,5 Meter genau bestimmen. Zukünftig soll die Wifislam-Technik Schritt-für-Schritt-Navigation, ortsgenaue Produktwerbung und soziales Netzwerken mit Personen aus der nächsten Umgebung ermöglichen, verrät ein Firmenlisting; die offizielle Website funktionierte am Montagmorgen nicht.

Der Wifislam-Kauf war für Apple ein Schnäppchen: Gerade einmal 20 Millionen Dollar habe das zwei Jahre alte Start-up aus Palo Alto, Kalifornien, gekostet, meldet das "Digits"-Blog des "Wall Street Journal". Wie die junge Firma jetzt in Apple integriert werden soll, ist unklar.

Über die Motivation für die Übernahme lässt sich nur spekulieren, Apple hat sich dazu nicht geäußert. Wifislam könnte für Apple verschiedene Funktionen übernehmen:

Indoor-Navigation ist der nächste Entwicklungsschritt der in den letzten Jahren rapide gewachsenen Kartendienste - und ein erheblicher Aufwand, gerade auch aus Datenschutzaspekten. Tatsächlich arbeitet Google schon länger an der Indoor-Kartografie und bietet in mehreren Ländern Navigationsmöglichkeiten in öffentlichen Gebäuden an, darunter Deutschland. Auch das offene OpenStreetMap-Projekt arbeitet an der Vermessung der Innenwelt, was zum Beispiel an der TU München teilweise funktioniert.

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4  Bilder
Indoor Maps für Deutschland: Mit Google in den Innenraum

fkn

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1. der nutzen ist
hinzkunz001 25.03.2013
unglaublich. Man stelle sich vor man hat die SW auf dem handy, mal laeuft an einem schaufenster vorbei und es wird genau das abgebildet was einem interessiert oder was man vor 2 Tagen im Internet noch gesucht hat, mit profiling von nutzerdaten ist das kein problem....und schon...ohh cool die haben das in diesem shop... Alles was man braucht ist ein Glas das dieses projectiziren kann, verbindet das mit Apple oder Google und fertig. Peronalisierte werbung immer und ueberall.....geil geil geil....mich wuedre das freuen so muss ich nicht in 30 shops mit meiner Frau latschen um ein passendes kleid zu finden..;-)
2. yoooh
geotie 25.03.2013
Zitat von hinzkunz001unglaublich. Man stelle sich vor man hat die SW auf dem handy, mal laeuft an einem schaufenster vorbei und es wird genau das abgebildet was einem interessiert oder was man vor 2 Tagen im Internet noch gesucht hat, mit profiling von nutzerdaten ist das kein problem....und schon...ohh cool die haben das in diesem shop... Alles was man braucht ist ein Glas das dieses projectiziren kann, verbindet das mit Apple oder Google und fertig. Peronalisierte werbung immer und ueberall.....geil geil geil....mich wuedre das freuen so muss ich nicht in 30 shops mit meiner Frau latschen um ein passendes kleid zu finden..;-)
Andererseits habe ich mal für die Canon Spiegelreflex interessiert und auch inzwischen gekauft, aber was mich stört, sind immer die aufdringliche Werbung zwischen den Berichten im SpiegelOnline. Es wird darauf hinaus laufen, dass eines Tages spezielle Räume geschaffen werden, wo einem keine penetrant nervige Werbung um die Ohren gehauen wird. Außerdem, ich gehe mit meiner Frau gerne in 30 verschieden Geschäfte, auch ohne was gleich einzukaufen. Zum Glück wird das noch nicht auf irgendeinem Rechner festgehalten um mich an einen Einkauf zu erinnern. Also, bei mir kann so ein Schuss auch nach hinten losgehen.
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Zum Autor
  • Felix Knoke schreibt von Berlin aus über elektronische Lebensaspekte und versucht sich vergeblich als Hitproduzent in seinem Wohnzimmerstudio.

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