WikiLeaks-Enthüllungen CIA sieht US-Bürger in Gefahr

Die CIA warnt, dass die jüngsten Veröffentlichungen von WikiLeaks zum Cyberarsenal des Geheimdienstes das Leben von US-Bürgern gefährden könnte. Auch US-Präsident Trump zeigt sich besorgt.

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Der US-Geheimdienst CIA wirft der Enthüllungsplattform WikiLeaks vor, mit ihrer jüngsten Veröffentlichung das Leben von US-Bürgern zu gefährden. Derartige Enthüllungen "bringen nicht nur US-Personal und Einsätze in Gefahr, sondern statten unsere Gegner auch mit Werkzeugen und Informationen aus, um uns zu schaden", sagte CIA-Sprecherin Heather Horniak in Washington. Zur Echtheit der Dokumente wollte sich die Sprecherin nicht äußern.

Die Enthüllungsplattform hatte am Dienstag knapp 9000 Dokumente und Dateien veröffentlicht, die aus dem CIA-Zentrum für Cyberaufklärung in Langley bei Washington stammen und über die Computer- und Internetspionage des US-Geheimdiensts Auskunft geben sollen.

US-Präsident Donald Trump ist einem Sprecher zufolge "extrem besorgt" über das Datenleck bei der CIA, das die Enthüllungen ermöglicht habe. Präsidialamtssprecher Sean Spicer kündigte zudem ein hartes Vorgehen gegen Informanten an: "Bei jedem, der vertrauliche Informationen weitergibt, wird die volle Härte des Gesetzes angewandt", sagte er.

Insidern zufolge ist den US-Behörden seit Ende 2016 ein Datenleck bei der CIA bekannt, das zu den jüngsten WikiLeaks-Enthüllungen geführt haben soll. Zurzeit stünden externe Mitarbeiter des Geheimdienstes als mögliche Verantwortliche im Fokus, berichtet die Nachrichtenagentur Reuters unter Berufung auf Geheimdienst- und Ermittlerkreise. Die veröffentlichten Dokumente seien vermutlich echt.

Auch der frühere US-Geheimdienstmitarbeiter Edward Snowden, der 2013 die massiven Spähprogramme des US-Geheimdienstes NSA enthüllt hatte, teilte per Twitter mit, die veröffentlichten Dokumente wirkten "authentisch".

Aus den Dokumenten geht laut WikiLeaks hervor, dass die US-Regierungshacker unter anderem iPhones von Apple, Android-Geräte von Google, Software von Microsoft und Samsung-Fernseher angreifen, um Nutzer auszuspionieren.

brt/AFP/Reuters



insgesamt 53 Beiträge
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nach-mir-die-springflut 09.03.2017
1. Nur wieder weiterer Rechtsbruch
Vielleicht müsste es heißen: "Die US-Bürger warnen, dass die jüngsten Veröffentlichungen von WikiLeaks zum Cyberarsenal des Geheimdienstes das Leben von CIA-Agenten gefährden könnten. US-Präsident Trump zeigt sich unbekümmert."
tomrobert 09.03.2017
2. Der Gangster sorgt sich um seine Opfer?
Wie rührend. Da werden die Leute ausgespäht und wer das aufdeckt gefährdet die Ausgespäht en. Na das ist ja mal eine Logik!
stefanmller800 09.03.2017
3. oh die armen
Orchideen der Menschheit.... passiert halt, wenn man sich international wie der Elefant im Porzelanladen verhält, dass es mal nach hinten los geht!
petra.blick 09.03.2017
4. Gefahr bring Geld !
Let`s make Gefahr. Ist das nicht das Credo der US Politik seit 20 Jahren ?
Gauswadl 09.03.2017
5. Aber wir doch nicht. Wir verteidigen uns bloss.
Nicht der virtuelle Angriffskrieg der USA ist gefährlich.... Nein, er ist lebensgefährlich für die USA selbst. Die Geister, die die rufen, werden die nicht mehr los. Die Vietnamesen, Koreaner, Chinesen, Ungarn, Tischechoslowaken und auch Russen (Kaspersky) sind einfach besser in der IT-Technologie als Ihr. Silicon Valley war immer in der Mehrzahl der Entwickler eine Veranstaltung von Asiaten und anderen Ausländern. Für Eure Atomraketen von 1974 (im Prinzip noch von Wernher dem Braunen) fehlen Euch bereits die Schlüssel zum Aufziehen der Steuermechanik..... Die intellektuellen und technologischen Fertigkeiten der USA werden arg überschätzt.
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