20 Jahre Windows 98 Liebe Leserin, lieber Leser,

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mein Einstieg in eine Welt mit Computer hatte einen schwarzen Fensterrahmen, darin ein rotes, ein grünes, ein blaues und ein gelbes Feld. So in etwa sah das Logo von Microsofts Betriebssystem Windows für mich als Kind in den Neunzigerjahren aus.

Die erste Version von Windows, für die es noch keine eigenen Anwenderprogramme gab, kam bereits im November 1985 auf den Markt, lange vor meiner Zeit. Doch auch das mir so vertraute Windows 98 feiert am heutigen Montag bereits sein 20-jähriges Jubiläum - und ich fühle mich ein bisschen alt.

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Windows - die Chronologie: Von Windows 1 bis Windows 10

Nach dem zukunftsweisenden Windows 95 war Windows 98 - Codename Memphis - im Wesentlichen eine moderate Weiterentwicklung des Betriebssystems, um es für das beginnende Internetzeitalter fit zu machen. Der Windows Media Player oder der tief in die Benutzeroberfläche integrierte Internet Explorer (Stichwort: Browserkrieg mit Netscape) waren dafür Anzeichen. Die Optik blieb grau und kastenförmig, wenngleich es ein bisschen räumlicher wurde.

Die besten Windows-Witze

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Wer sich wie ich in den Folgejahren immer wieder über Systemabstürze und verlorene Dateien ärgerte, dem lege ich zur Versöhnung dieses kurze Video ans Herz: Bei der Vorstellung einer Betaversion von Windows 98 auf der Comdex-Konferenz wurde auch einem - grinsenden - Bill Gates erst einmal ein Bluescreen angezeigt. Gates' trockener Kommentar: "Deswegen verkaufen wir Windows 98 wohl noch nicht." Mittlerweile ist der Support längst eingestellt (seit 2006), Microsoft verkauft Windows 10. Und ich habe ein Macbook. Wie die Zeit vergeht.

Facebook-Datenskandal beschäftigt EU-Innenausschuss

Am Montagnachmittag befragt der Innenausschuss (LIBE) des Europaparlaments Experten zum Facebook-Datenskandal rund um Cambridge Analytica. Aussagen sollen hochrangige Facebook-Vertreter, darunter etwa die beiden Lobbyisten Richard Allan und Steve Satterfield, sowie Joel Kaplan, Vize-Chef für Öffentlichkeitsarbeit. Auch Vertreter europäischer Datenschutzbehörden kommen, etwa Andrea Jelinek. Sie ist Vorsitzende des EU-Datenschutzausschusses.

AP

Facebook-Chef Mark Zuckerberg selbst war bereits im Mai in Brüssel, um sich von den Fraktionsspitzen des Europaparlaments befragen zu lassen. Die konnten Zuckerberg damals wenig unter Druck setzen - ich hoffe, der Innenausschuss hat aus der Veranstaltung gelernt.


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Seltsame Digitalwelt: Nur Bares ist Wahres - auch auf der Tech-Konferenz

SPIEGEL ONLINE

Vergangene Woche war ich auf dem Tech Open Air in Berlin. Der Veranstaltungsort, das alte Funkhaus, ist ein faszinierender Ort mit viel Charme. Früher hatte dort der DDR-Rundfunk seinen Sitz. Leider hatte ich vergessen, Geld abzuheben und weniger als zwei Euro in der Geldbörse. Einen EC-Automaten gab es auf dem weitläufigen Gelände nicht. "Kein Problem, alle Essenstände akzeptieren Karten", versicherte mir eine Frau am Infostand. Auf Nachfrage an mehr als fünf davon hatte ich allerdings noch niemanden gefunden, bei dem ich bargeldlos für Essen oder einen Kaffee hätte bezahlen können. Stattdessen: verständnislose Blicke. Ich blieb also hungrig - und füllte schließlich widerwillig eine Newsletter-Anmeldung aus, um zumindest an einen Gratis-Kaffee zu kommen.

App der Woche: "The Franz Kafka Videogame"
getestet von Tobias Kirchner

Daedalic Entertainment

Im "Franz Kafka Videogame" durchlebt der Protagonist und Psychologe K. eine skurrile Reise, die an die Werke des berühmten Schriftstellers Franz Kafka angelehnt ist. So werden beispielsweise die Probleme der Patienten in absurden Sequenzen dargestellt, in denen der Spieler verschiedene Rätsel lösen muss. Nur selten ist die Lösung dabei offensichtlich, aber umso einfallsreicher sind die gestellten Aufgaben. Das Spiel kommt komplett ohne Inventar oder Levelsystem aus. Es stellt den wunderschönen Stil und die schräge Welt, durch die der Protagonist reist, in den Mittelpunkt.

Für 3,49 Euro (iOS) oder 3,89 Euro (Android), ohne In-App-Käufe, von Daedalic


Fremdlink: Drei Tipps aus anderen Medien

  • "Mädelsabende" (Instagram-Kanal des WDR)
    Der Kanal richtet sich überwiegend an junge Frauen - es geht um Menstruation, Schönheitsideale oder sexuelle Gewalt. Am Wochenende hat "Mädelsabende" nun einen der renommierten Grimme Online Awards gewonnen.
  • "Handy-Standortdaten nur mit Gerichtsbeschluss" (Deutsch, drei Leseminuten)
    Wichtiges Urteil in den USA: Wenn Ermittler für eine längere Zeit Handy-Standortdaten eines Verdächtigen abfragen wollen, brauchen sie einen Gerichtsbeschluss. Das entschied der Supreme Court, über dessen Urteil "Heise" berichtet.
  • "The Battle for Supremacy in China" (Englisch, zehn Leseminuten)
    Alibaba und Tencent sind zwei Firmen, die den chinesischen Digitalmarkt dominieren. Das Magazin "Fortune" fragt: Ist das Land groß genug für beide?

Ich wünsche Ihnen eine schöne Woche, Ihre

Angela Gruber

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insgesamt 50 Beiträge
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artusdanielhoerfeld 25.06.2018
1. niXProblematisch
Bei mir läuft XP auf SSD schnell, stabil, (mit Zusatzprogrammen) sicher und benutzerfreundlich. Meine Freundin hat zu ihrem XP-Desktop noch ein Windows-10 Notebook und verzweifelt regelmäßig daran, weil ihr das 10er ständig seinen Willen aufzwingen will, was Updates, Ordnerverwaltung und Browsernutzung betrifft. Und XP alle 4-5 Jahre neu aufzusetzen ist mit externen Festplatten zur Datensicherung überhaupt kein Problem.
Tom Joad 25.06.2018
2. Bluescreen?
Ich – wie viele andere Menschen auch, die beruflich mit Computern zu tun hatten – habe damals Windows 98 (Second Edition) lange Zeit hinterhergetrauert, weil es um einiges stabiler war als alle seine Nachfolger. Ich sage nur Windows NT: "No Technology" (das war der Bluescreen in Person)! Es hat lange Zeit gedauert, bis Microsoft wieder ein ähnlich stabiles Betriebssystem wie Win 98 SE anbieten konnte.
denn76 25.06.2018
3. Windows 2000
Windows 2000 war lange Zeit mein bevorzugtes Betriebssystem, nach Win98 eine riesige Steigerung in Sachen Performance und Stabilität. Ich habe mich lange geweigert XP zu installieren. Windows 7 hat mir auch sehr gefallen, und inzwischen habe ich mich auch mit Win 10 angefreundet. Schlimmste Windowsversionen waren in meinen Augen ME, Vista und Windows 8.
felisconcolor 25.06.2018
4. Wieso
unterschlägt eigentlich jeder der eine Historie von Windows aufzeigen will die Version Windows 286. Laut Microsoft eine speziell auf den 286er Prozessor angepasste Version. So richtig konnte zwar niemand erklären was man denn nun mit WIN 286 besser machen konnte (selbst "Das große Buch für WIN 286" eines bekannten Computerbuchverlages schwieg sich letztendlich drüber aus. Schade ums Geld) aber es war eine eigenständige Version.
denn76 25.06.2018
5.
Zitat von Tom JoadIch – wie viele andere Menschen auch, die beruflich mit Computern zu tun hatten – habe damals Windows 98 (Second Edition) lange Zeit hinterhergetrauert, weil es um einiges stabiler war als alle seine Nachfolger. Ich sage nur Windows NT: "No Technology" (das war der Bluescreen in Person)! Es hat lange Zeit gedauert, bis Microsoft wieder ein ähnlich stabiles Betriebssystem wie Win 98 SE anbieten konnte.
Ich empfand NT 4.0 damals als das stabilste Betriebssystem, wesentlich stabiler als Windows 98. Windows 2000 mit NT Kernel war dann der perfekte Mix aus Stabilität und Spieletauglichkeit.
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