Windows-Umstieg Microsoft lockt XP-Nutzer mit 100 Dollar Rabatt

Noch immer setzen viele Computernutzer auf das veraltete Windows XP - Microsoft fällt es schwer, sie zum Umstieg zu bewegen. In den USA bietet das Unternehmen XP-Nutzern neuerdings 100 Dollar Rabatt, wenn sie Computer mit einem aktuellem Betriebssystem kaufen.

Windows XP im Geschäft: 100 Dollar Wechselprämie sollen die Kunden verführen
REUTERS

Windows XP im Geschäft: 100 Dollar Wechselprämie sollen die Kunden verführen


Manchmal sind Microsofts schlimmste Konkurrenz die eigenen Kunden: Ein Drittel aller Windows-Nutzer beharrt nach wie vor auf dem längst veralteten, ab April nicht mehr gewarteten Betriebssystem Windows XP. Microsoft versucht nun sogar per Rabatt, die Kunden zum Wechsel zu bewegen: 100 Dollar Gutschrift sollen Windows-XP-Nutzer bekommen, wenn sie im Microsoft-Store für mindestens 599 Dollar einen neuen Rechner mit Windows 8 kaufen.

Das Angebot, das auch in Microsofts Online-Shop gilt, existiert momentan allerdings nur in den USA. Für Deutschland, sagt Microsoft-Sprecherin Irene Nadler, sei solch ein Rabatt derzeit nicht vorgesehen. Es könnten aber "entsprechende Aktionen im Handel auftreten".

Wenn Microsoft am 8. April den technischen Support für das veraltete Windows XP einstellt, wird es wohl noch immer auf etwa einem Drittel aller Windows-Rechner weltweit installiert sein. Nach dem Stichtag wird Microsoft voraussichtlich keine Sicherheitslücken mehr stopfen und keine Veränderungen mehr an Qualität und Funktionalität des Systems vornehmen. Windows XP ist dann zwar nicht tot, aber es wird verwildern wie ein ungepflegter Garten.

Viele Kunden scheinen trotzdem an dem System festhalten zu wollen - und auch viele Geldautomaten laufen weiter mit dem Oldie-Betriebssystem. Eine verwunderliche Entwicklung, schließlich hat Microsoft schon auf diverse Wegen zum Umstieg angeregt, beispielsweise per Pop-Up.

Auch, dass mit Windows 8 längst ein wesentlich moderneres System auf dem Markt ist, scheint die XP-Nutzer kaum zum Umstieg zu motivieren. Im Vergleich zum Vorgänger Windows 7 jedenfalls breitet sich das System bislang langsamer aus. Mancher großer Computerhersteller bietet derzeit sogar gezielt Windows-8-Alternativen an: So bewarb etwa HP im Januar Rechner mit Windows-7-Betriebssystem.

Wer noch XP benutzt und wechseln will, erfährt übrigens hier, wie der Umstieg funktioniert.

fko

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insgesamt 69 Beiträge
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Seite 1
barlog 24.03.2014
1. sie sind nicht angemeldet . ...
---Zitat von Artikel--- Viele Kunden scheinen trotzdem an dem System festhalten zu wollen - und auch viele Geldautomaten laufen weiter mit dem Oldie-Betriebssystem. Eine verwunderliche Entwicklung, schließlich hat Microsoft schon auf diverse Wegen zum Umstieg angeregt . .. ---Zitatende--- Was ist daran verwunderlich - der Rechner läuft bestens und erfüllt seinen Zweck mit XP. Damit er ein bißchen schneller wird, könnte er vielleicht mal eine SSD-Festplatte vertragen und das war's dann auch schon, was meine aktuellen Bedürfnisse zu diesem Thema betrifft. Prinzipiell ist ein Betriebssystemwechsel für mich genauso unnötig wie eine 27-Gangschaltung am Fahrrad, weil mir drei schon immer gereicht haben, aber nun muss ich mich wohl mit diesem zutiefst lästigen Thema herumschlagen, um nicht schutzlos den (Internet)Kriminellen dieser Welt ausgeliefert zu sein - vielen Dank, Ihr Parasiten !
albert schulz 24.03.2014
2. das Aufbinden von Bären
XP wird seit einiger Zeit mit Daten zugemüllt, und zwar von allen, die am Internet und seinen sagenhaften Verdienstmöglichkeiten partizipieren möchten, und gesichert ist Microsoft beteiligt. In der XP – Hochburg Germany wird das womöglich zu einem Krieg ausarten, gegen den die Krimkrise ein laues Lüftchen ist. Ich registriere immer wieder mit Freude, wie lahmarschig mein Computer wird, wenn ich hochangesehene und seriöse Institutionen aufrufe, die so stinkend reich sind, daß sie ein ganzes Heer von Hacken beschäftigen können. SPON scheint sehr seriös zu sein. Oder die Telekom. Und die ARD. Einmal die Stunde den Cache leeren hilft.
Questionator 24.03.2014
3. Keine Highlights
Kann es vielleicht sein, dass man es einfach nicht geschafft hat, irgendetwas in die neuen OS einzubauen, dass der Normalanwender "schon immer vermisst" hat? Mich stimmt es recht zuversichtlich, dass es offenbar nicht mehr reicht, etwas als "modern" vs. "veraltet" darzustellen, um unabhängig vom Gebrauchswert Käuferscharen anzulocken. Das überlasse ich gerne der Apple-Sekte...
bafibo 24.03.2014
4.
Vor allem nervt, daß die internen Strukturen ohne Not bei jeder neuen Version wieder umgebaut werden. Bis man da dahintergestiegen ist und alles so hingebogen hat, daß man wieder vernünftig arbeiten kann, das dauert (Crapware deinstallieren, nützliches installieren und anpassen) ... das tut sich keiner an, wenn er nicht muß (bin gerade mit 2 Rechnern von XP auf Windows 7 umgestiegen; beim ersten habe ich knapp 4 Wochen gebraucht, beim zweiten nur noch eine). Viele Neuheiten sind ganz einfach überflüssig zum Arbeiten und beileibe kein Kaufargument; beispielsweise ist das mit Vista eingeführte Aero-Design nur eine nette Spielerei und völlig verzichtbar.
marlau 24.03.2014
5. Internet Caffee
Vor Kurzem noch gesehen im Internet Caffee. win XP, deaktivierte Firewall und automatische Updates deaktiviert.
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