Wirre Spam-Post zu Weihnachten HappySmoking, Textiltannen und Potenz in Doosen

Seidige Tannen, Nordpol-Stempel und Adventszigaretten - der Weihnachtsmann muss für Spammer in unerwünschter Werbepost absurde Produkte verhökern. SPIEGEL ONLINE zeigt die Höhepunkte des unfreiwillig komischen Advents-Spams.


Das geht schon mal gut los: "HO HO HO, dieses Weihnachten wird was ganz Besonderes", hebt eine Werbe-E-Mail an, die in diesen Tage unverlangt in vielen Posteingängen und Spam-Ordnern gelandet ist. Und dann kommt dieser Kaufauftrag: "Schenken Sie Ihren Lieben, Bekannten, Freunden und Ihrer Familie gesuenderes, guenstiges und freies Rauchen mit HappySmoking!"

Offensichtlich will hier jemand mit Umlautmangel und niedlichen Vorstellungen über die Naivität der Deutschen E-Zigaretten verkaufen. Schlagendes Verkaufsargument für HappySmoking: "Das raucht sogar der Weihnachtsmann."

Dieses Angebot einer Firma, die sich ihre Londoner Anschrift unter anderem mit Geldverleihern, einem Puppentheater und dem Eskortservice "Escorts Executive" teilt, verspricht "Rauchen wie zu Großmutters Zeiten" (nämlich überall) und außerdem - damit "Weihnachten auch Weihnachten bleibt" - ganz besondere Geschenke wie "schickes Leder-Etui GRATIS", "Autoladekabel UMSONST" und "10 Euro Rabatt vom Weihnachtsmann" bei jeder Neubestellung.

Adventszeit ist Spam-Zeit - viele Anbieter versuchen ihr Glück mit illegaler Werbepost wie HappySmoking. Der Sicherheitssoftware-Hersteller Symantec beobachtet laut der neusten Ausgaben seines "Spam Reports", dass die Menge unerwünschter Werbe-E-Mails steigt: "Seit Ende November weist die Kurve wieder nach oben." Die Spammer würden in der "allgemeinen Flut von Weihnachts-Werbe-E-Mails legaler Anbieter" mitschwimmen und ihre Opfer vor allem mit vermeintlichen Sonderangeboten ködern - angeblichen Rabatten und Gratisbeigaben (Autoladekabel!).

Zum Glück stellen sich manchen Spammer einfach zu blöd an und unterhalten die Empfänger ihrer Werbepost mit Gaga-Formulierungen.

Die Magia des Weihnachtsmannes, seidene Tannen und das Geheimnis der 12 Doosen - SPIEGEL ONLINE präsentiert die witzigsten Advents-Spam-E-Mails.



insgesamt 33 Beiträge
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Seite 1
evolut 24.07.2008
1.
Zitat von sysopNeuer US-Spam überrascht mit grotesken Gags, deutsche Werbemails sind bieder und nur ganz selten unfreiwillig komisch. Wie gehen Sie mit Spam um - erst Lachen oder gleich Löschen?
Meistens sofort löschen
DJ Doena 24.07.2008
2.
Zum Glück landet der meiste Spam noch im Greylist-Filter (http://de.wikipedia.org/wiki/Greylisting), so dass ich nur alle wei Tage mal ne Spam bekomme. Einen Account aus früheren Tagen, mit dem ich in Newsgroups angemeldet war, hab ich inzwischen gedumpt.
buerger2008 24.07.2008
3. Spam per E-Mail
Bekomme mittlerweile regelmässig Spam im Postfach. Wenn die Mail-Mafia einen einmal in den Fängen hat, wird man die nicht mehr los. Schuld sind aber auch die "bekloppten" Freunde und Bekannte, die jeden Scheiss weiterleiten müssen und damit auch private Meil-Adressen publizieren. Eine Frage zur Spam-Abwehr: Der Gesetzgeber schafft es ja nicht, den Verbraucher auch nur annähernd ein wenig zu schützen. Was wäre, wenn jede Spam-Mail weitergeleutet würde - an den Datenschutzbeauftragen, den Politikern der Region, des Bundeslandes, den Parteien, den Ministerien usw. Das wäre rein technisch für jeden User möglich. Wäre das erlaubt oder zulässig? Die Server oder Postfächer wären sicher überfüllt. Aber vielleicht würden dann unsere Volksvertreter merken, was abgeht und ihre Entscheidungen nicht mehr nach den Geldbeutel treffen.
Boïndil, 24.07.2008
4.
Mir ist es völlig egal, wie Spam aussieht. In meinem Mailwasher stellen sich Mails sowieso nur Schwarz-Weiss dar, bevor ich sie lösche, so dass ich nicht über neue Moden informiert bin, bin mir sicher, dass ich dabei nichts verpasse. Die einzige emotionelle Reaktion ist ein kleiner Fluch pro Haken, den ich setzen musste, weil es der Mail-Washer nicht erkannt hat. Würden Flüche wirken, wäre die Spamer unter Bergen von Sch... begraben.
...ergo sum, 24.07.2008
5. Spams tauchen bei mir
so in etwa 1-2 Mal pro Monat auf. Meistens hocken die bereits im Junk-Ordner wenn ich öffne. Meine Bekannten, Kollegen und Freunde werden den Teufel tun und meine Mailadressen weiter reichen, denn die sind weder doof noch blauäugig und hatten selbst alle schon einmal das Problem. Insgesamt ist es vor allem u.a. der eigene Umgang mit seinen Mailadessen, welche erst die Basis für derartige Aktivitäten Anderer eröffnet. Das Gleiche doch mit den Telefonnummern und den abendlichen Anrufen. Wer glaubt seine Nummern in der ganzen Welt gnadenlos verteilen zu müssen OHNE das sich da ein kleverer Geschäftsmann dran vergreift, der lebt nicht in dieser Welt. Überwiegend eigene Schuld, sage ich da mal ganz locker. Was Andere nicht haben können sie auch nicht nutzen, soo einfach ist das eben. Und mit den Viren ect. auf den Rechner, - na, schweigen wir da mal. Genau derselbe Schwachfug, weil die Leute schlichtweg zu faul und zu geizig sind. Zu faul entsprechende Einstellungen vorzunehmen /vornehmen zu lassen und zdem die einfachsten = primitivsten Sicherheitsgrundsätze nicht einhalten UND weil sie sich zwar jeden Mist für ihren Rechner an teuerer Software leisten, jedoch ausgerechnet bei den Sicherheitssoftwaren "sparen" müssen. Setzt eben Jeder so seine Prioritäten und dann muß er auch mit den logischen Folgen leben. Ich habe dafür keinerlei Mitleid und bestimmt kein Verständnis! Strafe, wie auch immer diese aussieht, muß eben manches Mal sein !
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