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+++ Security-Ticker +++: Russische Malware infiziert über hunderttausend Wordpress-Installationen

Experten warnen vor einer Sicherheitslücke, die über hunderttausend Wordpress-Installationen betrifft. Es besteht die Gefahr, dass sie über die Schwachstelle eines Premium-Plug-ins mit Malware infiziert wurden.

Welchen Patch sollte ich dringend installieren? Und welche E-Mail lieber nicht öffnen? Unser Security-Ticker gibt einen Kurzüberblick über aktuelle Sicherheitslücken, Updates und Spam-Warnungen.

+++ Wordpress: Malware infiziert zahlreiche Seiten +++

[16. Dezember] Das Sicherheitsunternehmen Sucuri warnt vor einer Schwachstelle des kostenpflichtigen Slideshow-Plug-ins Slider Revolution für Wordpress. Mit ihr sollen sich Wordpress-Installationen kapern lassen. Angeblich sind bereits über hunderttausend Wordpress-Installationen mit einer SoakSoak getauften Schadsoftware infiziert, Google hat bereits 11.000 infizierte Seiten aus seinem Index gestrichen. Betroffen sind Sucuri zufolge nur selbst gehostete Wordpress-Angebote.

Sucuri rät betroffenen Nutzern, eine Website-Firewall zu nutzen, um die Attacken zu stoppen. Es reiche nicht, wie auf anderen Seiten empfohlen, einfach die Dateien swfobject.js und template-loader.php auszutauschen. Ein Problem sieht Sucuri darin, dass viele Nutzer womöglich gar nicht wissen, dass sie das Slideshow-Plug-in nutzen, schließlich könne es auch Teil vorgegebener Themes sein. Sucuri selbst bietet einen Onlinescanner, mit dem Nutzer herausfinden können, ob ihre Installation von der Malware betroffen ist. (mbö)

+++ Office für Mac 2011: Microsoft schließt Lücken +++

[15. Dezember] Microsoft hat mit einem Update kritische Sicherheitslücken in Office für Mac 2011 geschlossen. Ohne die Software-Aktualisierung auf Version 14.4.7 des Programms riskieren Nutzer unter Umständen, dass Angreifer per Malware den Arbeitsspeicher des Rechners überschreiben können, wie das Unternehmen erklärt. Das 116 Megabyte große Update kann kostenlos bei Microsoft heruntergeladen werden. (mbö/dpa)

+++ Fritzbox: Neue Firmware für alle aktuellen Router +++

[15. Dezember] Im August war das Router-Topmodell 7490 an der Reihe, nun hat Hersteller AVM die neueste Gerätesoftware Fritz-OS 6.20 für alle aktuellen Fritzbox-Router und WLAN-Repeater veröffentlicht. Die Firmware umfasst zahlreiche Neuerungen und Verbesserungen rund um WLAN-, DECT- und Netzwerkspeicher-Funktionen, Smart-Home-Anwendungen und die Kindersicherung. Neu ist neben einer Firmware-Auto-Update-Funktion etwa auch eine Sicherheitsübersicht, auf der einsehbar ist, ob die Firmware aktuell ist, welche Ports geöffnet sind und wer sich am Router an- oder abgemeldet hat. Außerdem unterstützt der HTTPS-Fernzugang nun das aktuelle Verschlüsselungsverfahren TLS 1.2.

Zur Installation des Updates müssen Nutzer in der Adresszeile des Browsers http://fritz.box eingeben und auf der Benutzeroberfläche den Update-Assistenten auswählen. (mbö/dpa)

+++ Adobe stopft Sicherheitslücken in Reader und Flash +++

[10. Dezember] Adobe hat Sicherheits-Updates für mehrere seiner Softwareprodukte veröffentlicht. Neben einer Aktualisierung von Reader und Acrobat werden auch Lücken im Flash Player gestopft. Die meisten Rechner laden die Updates automatisch herunter.

Für das Flash-Update können Nutzer online prüfen, welche Version installiert ist und die Aktualisierung gegebenenfalls unter manuell nachholen. Die Installation des aktuellen Adobe Readers ist ebenfalls manuell möglich.

Downloads des Flash Players oder des Readers bündelt Adobe mit einer zweiten Software. Wer diese nicht installieren möchte, darf nicht vergessen, vor dem Klicken auf "Jetzt installieren" die zusätzlich angebotene Software abzulehnen. Das funktioniert, indem man unter "Optionales Angebot" das Häkchen entfernt. (mak/dpa)

+++ Lenovo IdeaPad: Überhitzungsgefahr bei Netzkabeln +++

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REUTERS

[10. Dezember] Nach HP und Toshiba tauscht nun auch der Computerhersteller Lenovo weltweit Netzanschlusskabel von Notebooks und Tablets wegen Überhitzungsgefahr aus. Die Lenovo-Kabel wurden zwischen Februar 2011 und Juni 2012 zusammen mit Geräten der IdeaPad-Serie verkauft und tragen die Kennzeichnung "LS-15" am Verbindungsstecker zum Netzteil, das selbst nicht vom Umtausch betroffen ist.

Bei HP läuft bereits seit Ende August, bei Toshiba seit November ein Umtauschprogramm für Kabel des gleichen Typs, die offenbar vom gleichen Zulieferer stammen. Die Austauschkabel sind jeweils kostenlos. (mbö/dpa)

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insgesamt 8 Beiträge
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1. Paradox...
robbyy 28.11.2014
Die Bundesregierung sorgt sich um Datensicherheit? Die sind doch die größten Bremser bei der Aufklärung des NSA-Skandals. Wir sollten mal schauen, was genau in dem Vertrag drinsteht. Ich fürchte da zieht der eine Wolf im Schafspelz dem nächsten Wolf nen Lammfell über.....
2. Ist ja toll
taylor26 28.11.2014
Blackberry die haben doch sogut wie feierabend oder seh ich das falsch? microsoft,google die hätte es treffen müssen. aber die zahlen wohl zu gut.
3. Extrem Naive Bundesregierung
sehrleise 28.11.2014
Den Quellcode des Betriebssystems einzusehen versichert noch lange nicht die Unbedenklichkeit des Gerätes in der Praxis. Es gibt noch genug andere Komponenten im Gerät auf die die Bundesregierung keinerlei Einsicht hat. Wie naiv müssen Politiker sein, wenn sie die wichtigste Firma für Ihre Datenverschlüsselung an eine ausländische Firma verkaufen lassen?
4.
Enkidu 30.11.2014
Bin heute zum ersten mal über diesen "Ticker" gestolpert. Neu oder gut versteckt? In Anbetracht der Wichtigkeit des Themas sollte der Security-Ticker _immer_ am Anfang der "Netzwelt" stehen!
5. Rss
Remy9999 10.12.2014
Hallo, heute auch über diesen Ticker gestolpert. Gibt es den auch als RSS? Oder habe ich was übersehen? MfG
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Schad- und Spähsoftware
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Trojaner
Wie das Trojanische Pferd in der griechischen Mythologie verbergen Computer-Trojaner ihre eigentliche Aufgabe (und Schädlichkeit!) hinter einer Verkleidung. Meist treten sie als harmlose Software auf: Bildschirmschoner, Videodatei, Zugangsprogramm. Sie werden zum Beispiel als E-Mail-Anhang verbreitet. Wer das Programm startet, setzt damit immer eine verborgene Schadfunktion ein: Meist besteht diese aus der Öffnung einer sogenannten Backdoor , einer Hintertür, die das Computersystem gegenüber dem Internet öffnet und durch die weitere Schadprogramme nachgeladen werden.
Virus
Computerviren befallen vorhandene Dateien auf den Computern ihrer Opfer. Die Wirtsdateien funktionieren – zumindest eine Zeit lang - weiterhin wie zuvor. Denn Viren sollen nicht entdeckt werden. Sie verbreiten sich nicht selbständig, sondern sind darauf angewiesen, dass Computernutzer infizierte Dateien weitergeben, sie per E-Mail verschicken, auf USB-Sticks kopieren oder in Tauschbörsen einstellen. Von den anderen Schad- und Spähprogrammen unterscheidet sich ein Virus allein durch die Verbreitungsmethode. Welche Schäden er anrichtet, hängt allein vom Willen seiner Schöpfer ab.
Rootkit
Das kleine Kompositum führt die Worte "Wurzel" und "Bausatz" zusammen: "Root" ist bei Unix-Systemen der Benutzer mit den Administratorenrechten, der auch in die Tiefen des Systems eingreifen darf. Ein "Kit" ist eine Zusammenstellung von Werkzeugen. Ein Rootkit ist folglich ein Satz von Programmen, die mit vollem Zugriff auf das System eines Computers ausgestattet sind. Das ermöglicht dem Rootkit weitgehende Manipulationen, ohne dass diese beispielsweise von Virenscannern noch wahrgenommen werden können. Entweder das Rootkit enthält Software, die beispielsweise Sicherheitsscanner deaktiviert, oder es baut eine sogenannte Shell auf, die als eine Art Mini-Betriebssystem im Betriebssystem alle verdächtigen Vorgänge vor dem Rechner verbirgt. Das Gros der im Umlauf befindlichen Rootkits wird genutzt, um Trojaner , Viren und andere zusätzliche Schadsoftware über das Internet nachzuladen. Rootkits gehören zu den am schwersten aufspürbaren Kompromittierungen eines Rechners.
Wurm
Computerwürmer sind in der Praxis die getunte, tiefergelegte Variante der Viren und Trojaner. Im strengen Sinn wird mit dem Begriff nur ein Programm beschrieben, das für seine eigene Verbreitung sorgt - und der Programme, die es transportiert. Würmer enthalten als Kern ein Schadprogramm , das beispielsweise durch Initiierung eines eigenen E-Mail-Programms für die Weiterverbreitung von einem befallenen Rechner aus sorgt. Ihr Hauptverbreitungsweg sind folglich die kommunikativen Wege des Webs: E-Mails, Chats, AIMs , P2P-Börsen und andere. In der Praxis werden sie oft als Vehikel für die Verbreitung verschiedener anderer Schadprogramme genutzt.
Drive-by
Unter einem Drive-by versteht man die Beeinflussung eines Rechners oder sogar die Infizierung des PC durch den bloßen Besuch einer verseuchten Web-Seite. Die Methode liegt seit einigen Jahren sehr im Trend: Unter Ausnutzung aktueller Sicherheitslücken in Browsern und unter Einsatz von Scripten nimmt ein auf einer Web-Seite hinterlegter Schadcode Einfluss auf einen Rechner. So werden zum Beispiel Viren verbreitet, Schnüffelprogramme installiert, Browseranfragen zu Web-Seiten umgelenkt, die dafür bezahlen und anderes. Drive-bys sind besonders perfide, weil sie vom PC-Nutzer keine Aktivität (wie das Öffnen einer E-Mail) verlangen, sondern nur Unvorsichtigkeit. Opfer sind zumeist Nutzer, die ihre Software nicht durch regelmäßige Updates aktuell halten - also potenziell so gut wie jeder.
Botnetz
Botnets sind Netzwerke gekidnappter Rechner - den Bots. Mit Hilfe von Trojaner-Programmen, die sie beispielsweise durch manipulierte Web-Seiten oder fingierte E-Mails auf die Rechner einschleusen, erlangen die Botnet-Betreiber Zugriff auf die fremden PC und können sie via Web steuern. Solche Botnets zu vermieten, kann ein einträgliches Geschäft sein. Die Zombiearmeen werden unter anderem genutzt, um millionenfache Spam-Mails zu versenden, durch eine Vielzahl gleichzeitiger Anfragen Web-Seiten in die Knie zu zwingen oder in großem Stile Passwörter abzugrasen. (mehr bei SPIEGEL ONLINE)
Fakeware, Ransomware
Das Wort setzt sich aus "Fake", also "Fälschung", und "Ware", der Kurzform für Software zusammen: Es geht also um "falsche Software" . Gemeint sind Programme, die vorgeben, eine bestimmte Leistung zu erbringen, in Wahrheit aber etwas ganz anderes tun. Häufigste Form: angebliche IT-Sicherheitsprogramme oder Virenscanner. In ihrer harmlosesten Variante sind sie nutzlos, aber nervig: Sie warnen ständig vor irgendwelchen nicht existenten Viren und versuchen, den PC-Nutzer zu einem Kauf zu bewegen. Als Adware-Programme belästigen sie den Nutzer mit Werbung.

Die perfideste Form aber ist Ransomware : Sie kidnappt den Rechner regelrecht, macht ihn zur Geisel. Sie behindert oder verhindert das normale Arbeiten, lädt Viren aus dem Netz und stellt Forderungen auf eine "Reinigungsgebühr" oder Freigabegebühr, die nichts anderes ist als ein Lösegeld: Erst, wenn man zahlt, kann man mit dem Rechner wieder arbeiten. War 2006/2007 häufig, ist seitdem aber zurückgegangen.
Zero-Day-Exploits
Ein Zero-Day-Exploit nutzt eine Software-Sicherheitslücke bereits an dem Tag aus, an dem das Risiko überhaupt bemerkt wird. Normalerweise liefern sich Hersteller von Schutzsoftware und die Autoren von Schadprogrammen ein Kopf-an-Kopf-Rennen beim Stopfen, Abdichten und Ausnutzen bekanntgewordener Lücken.
Risiko Nummer eins: Nutzer
Das größte Sicherheitsrisiko in der Welt der Computer sitzt vor dem Rechner. Nicht nur mangelnde Disziplin bei nötigen Software-Updates machen den Nutzer gefährlich: Er hat auch eine große Vorliebe für kostenlose Musik aus obskuren Quellen, lustige Datei-Anhänge in E-Mails und eine große Kommunikationsfreude im ach so informellen Plauderraum des Webs. Die meisten Schäden in der IT dürften von Nutzer-Fingern auf Maustasten verursacht werden.
DDoS-Attacken
Sogenannte distribuierte Denial-of-Service-Attacken (DDoS) sind Angriffe, bei denen einzelne Server oder Netzwerke mit einer Flut von Anfragen anderer Rechner so lange überlastet werden, bis sie nicht mehr erreichbar sind. Üblicherweise werden für solche verteilten Attacken heutzutage sogenannte Botnetze verwendet, zusammengeschaltete Rechner, oft Tausende oder gar Zehntausende, die von einem Hacker oder einer Organisation ferngesteuert werden.


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