WoW-Erweiterung "Warlords of Draenor" Blizzard-Server kollabieren beim Start

Spielabbrüche, Fehlermeldungen und stundenlange Wartezeit: Die Fans sind verärgert über den holprigen Start von "World of Warcraft: Warlords of Draenor". Denn es ist nicht der erste Fehlstart von Hersteller Blizzard.

Spieler von "WoW: Warlords of Draenor" auf der Gamecom (Archivbild): Wartezeiten von bis zu acht Stunden
REUTERS

Spieler von "WoW: Warlords of Draenor" auf der Gamecom (Archivbild): Wartezeiten von bis zu acht Stunden


Es war ein frustrierender Donnerstagabend für viele Fans des Online-Rollenspiels World of Warcraft (WoW): Bereits wenige Stunden nach der Veröffentlichung der fünften WoW-Erweiterung "Warlords of Draenor" war der Spaß für viele Spieler vorbei. Die Server waren dem Ansturm nicht gewachsen, was zu Spielabbrüchen und langen Wartezeiten führte. "Auf einigen besonders stark frequentierten Realms kann es aufgrund hohen Spielerandrangs zu Warteschlangen sowie Stabilitätsproblemen kommen", teilte Blizzard in einem Forenbeitrag mit.

Vor allem der Start in Europa bereitete Blizzard offenbar einige Schwierigkeiten. Hier wurde "Warlords of Draenor" weltweit als erstes freigeschaltet. Laut einem Blizzard-Sprecher, der sich Bashiok nennt, seien die Server nicht nur aufgrund des großen Ansturms in die Knie gegangen. In einem Forum teilte er mit, dass die Server das Ziel einer DDoS-Attacke gewesen seien, was zusätzlich für Probleme gesorgt habe. Wer hinter den mutmaßlichen Angriffen steckt, ist bisher unklar.

Um die Server zu entlasten, reduzierten die Blizzard-Techniker zeitweise die maximale Anzahl der Spieler. Wer auf einem Server keinen Platz mehr fand, der brauchte daraufhin viel Geduld. Spieler berichteten von mehr als 4000 Nutzern in der Warteschlange und einer Wartezeit von bis zu acht Stunden.

Blizzard-Sprecher: "Ich will auch spielen"

Doch selbst bei denjenigen, die es auf den Server schafften, lief es nicht immer glatt. Häufig brach die Verbindung ab, wenn die Spieler etwa einen Dungeon betraten. Zudem bremsten Verzögerungen den Spielspaß. Bei einigen Nutzern hängte sich der Rechner bereits beim Laden des Spiels auf, bei anderen stürzte das Spiel mit der Meldung "Instanz nicht gefunden" ab.

Bei Twitter bat Sprecher Bashiok die WoW-Fans um Geduld. Er könne kaum ausdrücken, wie schmerzhaft das sei, dass der Start nicht für alle eine tolle Erfahrung gewesen sei, schreibt er. "Ich will auch spielen. Wir arbeiten daran." Die Fans allerdings waren alles andere als begeistert von dem holprigen Start. "Sorry, aber das finde ich für so eine große Firma jetzt echt erbärmlich", schreibt ein Nutzer im Forum. Ein anderer Spieler schreibt ironisch: "Ich weiß, dieses ganze Massive-Multiplayer-Online-Veröffentlichungs-Ding ist neu für euch. Vielleicht braucht ihr nur weitere zehn Jahre, bis ihr den Dreh raus habt."

Tatsächlich ist es nicht das erste Mal, dass die Server der Blizzard-Plattform Battle.net bei der Veröffentlichung eines neuen Online-Spiels zusammenbrechen. Bereits beim Start der Erweiterung "Mists of Pandaria" entschuldigte sich Blizzard bei den Spielern und auch die Fans des "Hack and Slay"-Titels "Diablo 3" mussten sich am Erscheinungstag gedulden , um einen Platz auf den Servern zu ergattern.

jbr

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insgesamt 37 Beiträge
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sumpremerulerxenu 14.11.2014
1.
Das wird sich auch bei zukünftigen Erweiterungen nicht ändern. Für Blizzard macht es wirtschaftlich keinen Sinn, für die paar Stunden, in denen das Problem auftritt, zusätzliche Server-Kapazitäten bereitzustellen. Kunden, die vor Wut zur Konkurrenz wechseln, müssen in dem Genre auch nicht befürchtet werden.
hubie 14.11.2014
2. Kann ich bestätigen - Voraussehbar oder Marketing?
Die Server sind echt unbespielbar, zumindest die letzten zwei Abende bzw. Nächte. Eigentlich vorhersehbar, und die Abonnements sind ja auch rückläufig... allerdings ballen sich viele Spieler auf wenigen Servern, was vor allem diese stark belastet. Eventuell auch alles ein Marketing-Trick um den Leuten weiß zu machen: "Hey, es spielen soviele Leute (wieder) WoW, die Server brechen zusammen!" Man könnte hoffen, dass dadurch Spieler, die bereits gekündigt haben oder solche, die sich länger nicht mehr eingeloggt bzw. WoW noch gar nicht gespielt haben, wieder neugierig werden bzw. sich das Addon kaufen und neu einsteigen.
Shivon 14.11.2014
3.
Ja, es ist bitter, aber wer hat denn bitte was anderes erwartet? Welches MMO, was so stark frequentiert ist, kann sowas denn perfekt abfedern wie einen Launch eines neuen Addons? Mir gefällt trotzdem das Addon.
gweihir 14.11.2014
4. Dass passiert halt wenn Erbsenzaehler die Server-Kapazitaeten bestimmen...
Man kann sowas problemlos meistern bei der Erfahrung die Blizzard hat. Kostet halt etwas mehr, und dann bekommt irgend ein Kerl im grauen Anzug weniger Bonus. Das darf natuerlich nicht sein.
mat_1972 14.11.2014
5.
Sry.... aber es gab wieder haargenau die selben Probeme mit den selben Fehlern wie bei jedem Addon. Man scheint tatsächlich nicht allzu viel draus gelernt zu haben. Und Spielzeitrückerstattung für entgangene Spielzeit gibts auch seit Jahren nur noch in Einzelfällen. Naja, die haben Ihre Benutzer seit Jahren dahin erzogen einfach jeden Müll zu kaufen und nicht zu murren.
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