Hackerangriff auf Yahoo Kanadier zu fünf Jahren Gefängnis verurteilt

Im Fall eines der großen Hackerangriffe auf Yahoo ist nun ein Mann zu einer mehrjährigen Haftstrafe verurteilt worden. Bei der Attacke spielte er aber wohl nur eine Nebenrolle.

Yahoo-Zentrale in Sunnyvale (Archivbild)
AFP

Yahoo-Zentrale in Sunnyvale (Archivbild)


Ein 23-jähriger Kanadier muss für fünf Jahre ins Gefängnis, weil er nach einem Hackerangriff auf Yahoo im Jahr 2014 russischen Geheimagenten illegal Zugang zu bestimmten E-Mail-Konten verschafft haben soll. Ein Bezirksrichter in San Francisco verurteilte ihn zusätzlich zu einer Geldstrafe von 250.000 US-Dollar, wie das Justizministerium mitteilte.

Laut den Ermittlern gelang es russischen Hackern damals, in die Systeme des Internetkonzerns Yahoo einzudringen und Informationen zu mindestens 500 Millionen Yahoo-Konten zu stehlen. Daraufhin sollen russische Geheimdienstmitarbeitern den nun verurteilten Kanadier dafür angeheuert haben, ihnen mittels der erbeuteten Yahoo-Daten gezielt Zugang zu mindestens 80 Webmail-Konten unter anderem von Journalisten und Regierungsbeamten zu verschaffen.

Drei weitere Verdächtige noch nicht gefasst

Der Mann wurde im März 2017 in Kanada festgenommen und später in die USA ausgeliefert. Im November bekannte er sich schuldig. Er gab zudem zu, von 2010 bis 2017 in mehr als 11.000 Webmail-Konten eingedrungen zu sein. Er ist bislang der einzige Hacker, der sich im Zusammenhang mit dem Angriff auf Yahoo vor Gericht verantworten musste. Drei weitere Angeklagte mit russischer Staatsangehörigkeit sind den US-Behörden zufolge bislang nicht gefasst worden.

Yahoo musste in den vergangenen Jahren gleich mehrere massive Hackerangriffe einräumen. Neben dem besagten Angriff von 2014 gab es eine noch größere Attacke im Jahr 2013. Von diesem schwerwiegenden Hack sollen alle drei Milliarden Nutzeraccounts betroffen gewesen sein.

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juh/dpa



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