Verkaufte Fotos Erboste Nutzer kehren Flickr den Rücken

Die Community läuft Sturm gegen Yahoo: Der Flickr-Betreiber verdient Geld mit freien Bildern seiner Nutzer, die Urheber sehen keinen Cent. Die ersten Fotografen wenden sich nun von der Plattform ab.

Fotoplattform Flickr: Bilder verkauft, Nutzer verärgert

Fotoplattform Flickr: Bilder verkauft, Nutzer verärgert


Die Flickr-Community ist empört: Yahoo, der Betreiber des Fotodienstes, hat begonnen, Bilder der Nutzer zu verkaufen. Das Unternehmen bietet mehr als 50 Millionen Fotos als Posterdruck und auf Leinwand an. Darunter auch Bilder, die die Fotografen unter einer Creative-Commons-Lizenz (CC) auf Flickr zum Download anbieten.

Mit einer CC-Lizenz können Urheber bestimmen, unter welchen Bedingungen andere ihr Werk vervielfältigen, veröffentlichen und verändern dürfen. So können Fotografen auf Flickr auch angeben, dass jedermann ihre Bilder frei verwenden darf - inklusive kommerziellen Nutzern.

Von diesem Recht macht Yahoo nun Gebrauch. Die Preise für die Bilder liegen je nach Größe zwischen 17,40 Dollar und 89,40 Dollar. Die Fotografen werden am Umsatz nicht beteiligt.

Neben CC-lizenzierten Bildern bietet Yahoo auch Werke ausgewählter Fotografen im Flickr Marketplace an. Diese Fotografen werden mit rund der Hälfte des Umsatzes entlohnt.

Zahlreiche Fotografen, die ihre Bilder auf Flickr unter CC-Lizenz anbieten, kritisieren das Vorgehen von Yahoo. Der Fotograf William Pietri bezeichnete das Vorgehen im US-Onlinemagazin "The Daily Dot" als "parasitär". Auf Twitter kündigten Flickr-Nutzer an, die Fotoplattform zu verlassen oder die Lizenzierung ihrer Fotos zu ändern.

ply



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