Abo-Modell geplant YouTube einigt sich mit Indie-Musiklabels

Musik hören ohne Werbung: Nach Informationen der "Financial Times" will YouTube in den kommenden Wochen ein kostenpflichtiges Abo einführen. Ein Streit mit Independent-Musiklabels ist offenbar beigelegt.

Arctic-Monkeys-Sänger Alex Turner
DPA

Arctic-Monkeys-Sänger Alex Turner


London - Die Videoplattform YouTube und Independent-Musiklabels mit Künstlern wie Adele und den Arctic Monkeys haben laut einem Zeitungsbericht ihren Streit beigelegt. In den vergangenen Tagen sei nach Monaten zäher Verhandlungen eine Einigung erzielt worden, berichtete die "Financial Times".

Die Google-Tochter hatte gedroht, Musik der kleinen Firmen aus dem Angebot zu verbannen, wenn kein Deal erzielt wird. Es ging um die Vergütung der Musiker und Labels bei einem geplanten Abo-Dienst von YouTube. Die Independent-Firmen hatten das ursprüngliche Google-Angebot als zu niedrig abgelehnt, wie im Juni bekannt wurde.

YouTube wolle nun in wenigen Wochen seinen Abo-Dienst starten, hieß es in der "Financial Times" unter Berufung auf informierte Personen. Bei dem Abo-Angebot sollen Nutzer ohne Werbeunterbrechungen Musik hören und Videoclips ansehen können. Google könnte der Musikindustrie so höhere Online-Einnahmen bescheren.

YouTube kommt auf rund eine Milliarde Nutzer. Selbst wenn nur ein geringer Teil von ihnen für einen Abo-Dienst bezahlt, könnte der Dienst bisherige Anbieter in den Schatten stellen. Zum Vergleich: Spotify, der Marktführer beim Musik-Streaming, hat 12,5 Millionen zahlende Nutzer.

ore/dpa

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