Baseballschläger im Kofferraum Mann auf dem Weg zu Google festgenommen

Ein Mann ist einmal quer durch die USA gereist, um Google zu bedrohen. Weil sein YouTube-Kanal abgeschaltet worden war, wollte er den Konzern "konfrontieren" - und drohte mit Gewalt.

Google-Zentrale in Mountain View
REUTERS

Google-Zentrale in Mountain View


Ein Mann ist in Kalifornien festgenommen worden - offenbar auf dem Weg zu Google. Er hatte dem Unternehmen zuvor gedroht, weil sein YouTube-Kanal geschlossen worden war. Im Kofferraum seines Wagens wurden drei Baseballschläger gefunden.

Die Polizei in Mountain View, wo Google seinen Hauptsitz hat, war nach eigenen Angaben von ihren Kollegen in Iowa gewarnt worden: Kyle L. aus Maine sei auf dem Weg zu dem Tech-Unternehmen am anderen Ende des Landes. Der 33-Jährige war demnach wütend darüber, dass sein YouTube-Kanal geschlossen wurde, wodurch er finanzielle Verluste erleide. Nun wolle er den Mutterkonzern Google "konfrontieren", sagte er gegenüber den Polizisten in Iowa.

Die hatten gleich zweimal mit dem Mann zu tun: einmal, nachdem er in einen kleineren Verkehrsunfall verwickelt war, und ein zweites Mal, nachdem er die Toilette einer Tankstelle demoliert hatte. Auch die Polizei im Heimatort des Mannes in Maine hatte offenbar von seinen Plänen erfahren und meldete sich bei den Kollegen in Kalifornien. L. habe gedroht, er werde Gewalt ausüben, wenn die "Konfrontation" bei Google nicht zu seiner Zufriedenheit ausgehe.

Tech-Unternehmen werden immer wieder bedroht

Daraufhin postierte sich die Polizei in Mountain View nach eigener Aussage in und um den Google-Komplex und allen großen Zufahrtstraßen. Gegen Mittag wurde das Auto von L. schließlich entdeckt und der Mann festgenommen.

Es ist nicht das erste Mal, dass große Tech-Unternehmen bedroht oder angegriffen werden. Im April 2018 hatte eine Amokläuferin aus Wut über die Plattform auf dem Unternehmensgelände um sich geschossen und drei Menschen verletzt, bevor sie sich selbst erschoss. Im Dezember mussten die Büros von Facebook- und Instagram-Mitarbeitern nach einer Bombendrohung geräumt werden.

Erst kürzlich wurde bekannt, dass Facebook mithilfe einer "Lookout Liste" potenzielle Angreifer im Blick behält. Laut dem Sender "CNBC" verfolgt das Unternehmen mit seinen Tools auch den Standort von Personen zurück, wenn eine akute Gefahr von ihnen ausgehen könnte.

juh



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