Mehr als eine Billion Mal wurden Videos auf YouTube in diesem Jahr aufgerufen. Nun hat das Google-Tochterunternehmen die meistgesehen Clips des Jahres ermittelt. Das Möchtegern-Popsternchen Rebecca Black war der Star des Jahres. Der Musik-Clip zum Song "Friday", den die damals 13-jährige Black im Frühjahr hochgeladen hatte, wurde zum meistgesehen Video des Jahres. Es ist ein bittersüßer Erfolg für den ambitionierten Teenager: Zur Popularität von Black trug seinerzeit vor allem bei, dass viele Nutzer das Video für so schlecht erklärten, dass man es einfach gesehen haben müsse.
Insgesamt dominierten lustige Musik- und Tiervideos die YouTube-Hitliste. Auf Rang zwei kam ein Clip mit einem angeblich sprechenden Hund, der entsetzt reagiert, als ihm sein Herrchen von lauter bereits aufgegessenen Lebensmittel-Vorräten erzählt. Die nachvertonte Tierstimme passt sich ziemlich perfekt den Bewegungen der Hundeschnauze an.
Auf Platz drei kam ein Parodie-Video, in dem Sänger Michael Bolton einen Rap-Song mit schnulzigen Ballade-Einlagen ruiniert. Hinter dem Trio The Lonely Island, das das Lied "Jack Sparrow" verfasste, stecken drei Schreiber der amerikanischen Comedy-Show "Saturday Night Live", was das ganze automatisch zum Gag macht. Mit dem Lied "The Creep" brachten sie auch noch ein zweites Video in die Top Ten.
Bei den "seriösen" Songvideos der großen Musikkonzerne siegte Jennifer Lopez mit "On The Floor". Pitbull und Katy Perry sind gleich zweimal in den Top Ten der professionellen Musikvideos vertreten. "Nachrichtenvideo des Jahres" wurde ein Clip, der den verheerenden Tsunami an der japanischen Küste aus der Luft zeigt.
ore/dpa
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