YouTube Fans können direkt an Videomacher spenden

Google führt bei seiner Videoplattform YouTube eine Spendenfunktion ein. Fans können ihren Lieblingsvideomachern nun direkt Geld zukommen lassen, zunächst allerdings nur in Australien, Japan, Mexiko und in den USA.

YouTube-Logo: Fans können ihre Lieblingskanäle bald finanziell fördern
Corbis

YouTube-Logo: Fans können ihre Lieblingskanäle bald finanziell fördern


Wer auf YouTube Videos macht, könnte künftig eine neue Einnahmequelle haben. Google will es Fans ermöglichen, Videomacher unkompliziert mit kleinen Spenden zu unterstützen. Die Funktion namens Fan Funding wurde in den USA bereits für einige Videomacher gestartet, auf der Spenderseite wird der Besitz eines Google-Wallet-Kontos vorausgesetzt. Nehmen Videomacher an dem Programm teil, wird der Betrachter durch ein kleines Icon im Clip-Fenster darauf hingewiesen.

Klickt der Nutzer auf das Icon, landet er in einem Menü, in dem er zwischen festgelegten Beträgen wie ein oder fünf Dollar wählen oder selbst eine Summe bestimmen kann. Die Bezahlung erfolgt über das erwähnte Google-Wallet-Konto, das sich hier erstellen lässt. Spenden lässt sich per Browser und per YouTube-App. Das Geld lässt sich in beiden Fällen nicht wieder zurückerstatten, falls man es sich kurze Zeit später anders überlegt.

Der größte Teil der per Fan Funding gespendeten Beträge soll tatsächlich bei den bedachten Künstlern landen. Google erklärt, in den USA erhalte das Unternehmen als Vermittler zwischen Fan und Künstler eine feste Abgabe von 21 Cent, dazu kommen fünf Prozent vom Spendenbetrag. Bei einer Spende von zehn Dollar würde die Gebühr so 71 Cent betragen, der Künstler entsprechend 9,29 Dollar erhalten. Zu Anfang ist der Spenden-Button neben den USA noch in Australien, Japan und Mexiko verfügbar, weitere Länder werden laut Google folgen.

Unabhängig vom Musik-Abodienst

Mit dem geplanten Musik-Abodienst bei YouTube soll das Angebot übrigens nichts zu tun haben, schreibt "The Next Web". Die Nutzerspenden könnten die derzeitigen, auf Werbefinanzierung ausgelegten Erlösmodelle nicht ersetzen. Für Videomacher mit einer großen Fangemeinde könnte sich mit dem Fan Funding aber eine zusätzliche, lukrative Einnahmequelle auftun.

In jedem Fall können nun auch YouTuber darauf hoffen, dass mal ein richtiger Mäzen auftaucht und unerkannt große Geldmengen verteilt. Mit einer solchen Geschichte machte im Sommer das Spielevideo-Portal Twitch Schlagzeilen. Ein geheimnisvoller Spender verteilte dort immer wieder zum Teil große Geldbeträge. Von dem Geber war nur sein Nutzername Amhai bekannt, Gerüchten zufolge handelt es sich um einen Ölmagnaten aus Dubai. Von ihm geschätzte Gamer erhalten regelmäßig Zuwendungen, die Beträge bewegen sich dabei in Größenordnungen von 1000 bis 5000 Dollar. Bei manchen Videomachern summieren sich Amhais Spenden auf mehrere 10.000 Dollar.

meu



insgesamt 2 Beiträge
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Seite 1
abby_thur 03.09.2014
1.
Bäh, Indiemusik unterstützt man doch nicht :-D
Mark_Ellos_1 03.09.2014
2.
@abby: Ich meine damit keine schrägen Musikrichtungen, sondern gute Pop-Musik. Nur ohne großes Label, sondern 100% Eigenregie.
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