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Videoplattform: YouTube testet kostenpflichtigen Abo-Dienst

Jetzt ist es offiziell: Die Videoplattform YouTube testet eine Bezahlschranke für zunächst 30 Anbieter - darunter die "Sesamstraße" und Ultimate Fighting. Das soll nur der Anfang sein, das Unternehmen plant eine Vielzahl von kostenpflichtigen Kanälen.

YouTube: Der Durchschnittspreis pro Kanal soll bei 2,99 Dollar liegen Zur Großansicht
AP

YouTube: Der Durchschnittspreis pro Kanal soll bei 2,99 Dollar liegen

New York - Die Videoplattform YouTube macht künftig Pay-TV-Sendern Konkurrenz. Das Unternehmen startete am Donnerstag einen kostenpflichtigen Abo-Dienst. Bereits mehrfach hatte YouTube in den vergangenen Monaten angekündigt, eine Bezahlschranke testen zu wollen. Bislang waren fast alle Inhalte der Webseite für die Nutzer kostenlos.

Das Google-Tochterunternehmen teilte mit, künftig mit 30 Anbietern zusammenzuarbeiten - zum Beispiel mit dem "Sesamstraße"-Konzern Jim Henson und den Veranstaltern der Kampfserie Ultimate Fighting. Diese können selbst entscheiden, welche Gebühren sie verlangen und ob sie Werbung schalten wollen.

Der günstigste Kanal soll 99 Cent im Monat kosten, der Durchschnittspreis betrage 2,99 Dollar. "Das ist nur der Anfang", sagte Malik Ducard von YouTube. Das Unternehmen plane, eine große Zahl von Partnern dafür zu gewinnen, kostenpflichtige Kanäle auf YouTube anzubieten.

Medienanalyst Richard Greenfield von BTIG sagte, diese Angebote könnten in der Zukunft eine Gefahr für Kabelfernseh-Anbieter darstellen. Doch noch sei es lange nicht so weit. Auch Streaming-Diensten wie Hulu und Netflix könnte das Bezahlangebot von YouTube Konkurrenz machen.

Berichten zufolge betreibt YouTube das Projekt noch recht zurückhaltend. So soll das Unternehmen seinen Partnern geraten haben, mit großer Vorsicht an die Einführung der Bezahlschranke heranzugehen. Man müsse bedenken, wie die derzeitige Nutzerschaft darauf reagieren werde. Für deren Aufbau habe es Jahre gedauert, und die angemeldeten User seien es gewohnt, ihre Inhalte zum Nulltarif zu bekommen.

cte/Reuters/AP

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