YouTube Viacom fordert Entfernung von 100.000 Videos

Laut dem "Wall Street Journal" kommt großer Ärger auf die Betreiber von YouTube und die Mutterfirma Google zu: Viacom, einer der größten Fernsehanbieter der USA soll die Enfernung von etwa 100.000 Videos aus dem Angebot von YouTube gefordert haben


YouTube, Google: Ärger von Viacom
SPIEGEL ONLINE

YouTube, Google: Ärger von Viacom

Laut Reuters spricht man bei Viacom von Piraterie. Eine Studie eines externen Beraters habe ergeben, dass Viacom-eigenes Material bei YouTube 1,2 Milliarden Videostreams ausmache – in welchem Zeitraum war der Meldung zunächst nicht zu entnehmen. Zu Viacoms Sendern gehört MTV ebenso wie VH1, außerdem Nickelodeon, der Comedy-Sender Comedy Central und der HipHop-Sender BET.

Viacom hat vor einiger Zeit Atom Entertainment gekauft, ein Pionierangebot für Videoschnipsel im Web und nun gewissermaßen YouTube-Konkurrent.

Für YouTube kommt die Forderung ungelegen, aber sicher nicht überraschend – unmittelbar nach dem Kauf der Videoplattform durch Google für über 1,3 Milliarden Dollar hatten die ersten Inhalte-Anbieter angekündigt, man werde künftig genauestens auf die Einhaltung der Urheberrechte bei YouTube achten. Vor einigen Wochen hatte bereits Fox heftig protestiert, weil Folgen von "24" auf YouTube aufgetaucht waren – sogar vor dem Sendetermin.

Im Oktober 2006 hatte das Portal rund 30.000 Filme löschen müssen. Das von US-Unternehmen reagierte damit auf Hinweise des japanischen Urheberrechtsverbands, wonach YouTube-Nutzer Videoclips aus japanischen Fernsehprogrammen, Musikvideos und Spielfilmen bei YouTube eingestellt hatten.

Mit anderen Anbietern hatte YouTube eine Partnerschaft vereinbart, etwa mit Warner und Universal. Die YouTube-Betreiber hatten allerdings angekündigt, sie würden mit Hilfe technischer Maßnahmen dafür sorgen, dass geschütztes Material nicht auf die Seite geladen werden könne. Das scheint bis heute nicht geschehen zu sein.

cis



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