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Zehn Jahre Wikipedia: Und es ward Wissen

Noch nie zuvor haben Menschen gemeinsam so etwas Großes geschaffen: Die Wikipedia ist ein Weltwunder, findet Ole Reißmann. Hunderttausende Freiwillige haben seit dem Start des Online-Lexikons vor zehn Jahren mehrere Millionen Einträge verfasst - und damit die Welt verändert.

Wikipedia (Symbolfoto): In zehn Jahren zur festen Institution im Web geworden Zur Großansicht
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Wikipedia (Symbolfoto): In zehn Jahren zur festen Institution im Web geworden

Kennen Sie den Russian Woodpecker? Dieses geheimnisvolle Funksignal, ausgestrahlt von riesigen Antennen in Russland, das bis zum Ende des Kalten Krieges auf der ganzen Welt zu empfangen war? Mehr dazu verrät der Wikipedia-Artikel, Tonbeispiel inklusive. Was wären wir nur ohne die Wikipedia! Seit zehn Jahren füllen Heerscharen von Freiwilligen die größte Wissenssammlung der Geschichte. An diesem Samstag steigt eine Geburtstagsparty in Berlin.

Während Staaten, Universitäten und Verlage noch rätseln, wie sie mit dem Internet umgehen sollen, preschen die Wikipedia-Autoren vor. Mit jedem Tag wächst das Verzeichnis weiter an, rückt der ewige Menschheitstraum, alles Wissen der Welt an einem Ort zu versammeln, ein Stückchen näher. Zudem ist die Website praktisch von überall auf der Welt in Mikrosekunden abrufbar.

Erst lernten die Menschen Lesen und Schreiben, dann erfanden sie den Buchdruck, und nun ordnen sie ihre Erkenntnisse - gemeinsam, global und gratis. Noch vor zehn Jahren waren Enzyklopädien dicke, autoritätsschwere Brocken - bis der US-Unternehmer Jimmy Wales, der mit Börsengeschäften zu Geld gekommen war, eher zufällig die Wissens-Revolution begann.

Fakten rund um Wikipedia
Schamanismus und der Scheißtag
Wie viele Artikel stehen in der Wikipedia? Was ist der längste Eintrag? Und was hat der Scheißtag im Online-Lexikon verloren?
dpa
Große Zahlen
In der deutschsprachigen Wikipedia sind seit Mai 2001 mehr als 1,1 Millionen Artikel entstanden, in der englischsprachigen sogar mehr als 3,5 Millionen. Artikel der deutschen Wikipedia wurden mehr als 87 Millionen Mal bearbeitet - die englische Version weist fast 438 Millionen Änderungen aus.
Der erste Eintrag
In der englischsprachigen Wikipedia hat Mitgründer Jimmy Wales nach eigenen Angaben den ersten Eintrag gemacht - einen Testartikel mit dem Text "Hello, World!" Es folgten ein weitere Testseite namens "UuU" und einen Artikel über Transport.
Der erste deutschsprachige Artikel
Der erste Artikel der deutschsprachigen Wikipedia dreht sich um Polymerase-Kettenreaktion - "eine Methode, um die Erbsubstanz DNA in vitro zu vervielfältigen". Es folgten Einträge über Dänemark, den Kattegat und die Nordsee. Zu den frühen Zugängen zählt auch Niue, eine isolierte Koralleninsel im Südpazifik.
Der längste Artikel
Der längste Artikel handelt auf umgerechnet 150 DIN-A4-Seiten den Schamanismus ab. Die längste Liste zählt Automobilmarken von A.A.A. bis Zender auf, von denen ein Großteil allerdings nicht mehr besteht.
Themenvielfalt
Grundsätzlich ist in der Online-Enzyklopädie für alle Themen Platz - wenn die Gemeinschaft sie für relevant hält und sich jemand die Mühe macht, sie zu bearbeiten. Artikel gibt es etwa über den alemannischen Separatismus und den Scheißtag, der laut Wikipedia auch in Grimms Wörterbuch verzeichnet ist. Dem Eintrag zufolge nannten Knechte so die ein bis drei unbezahlten Arbeitstage im Jahr, die die Zeit für die Verrichtung des Stuhlgangs ausgleichen sollten.
Humor
Auch wenn die meisten Wikipedia-Mitarbeiter ihren Job ernst nehmen, gibt es eine Nische für Spaß: Das Humorarchiv. Dort stehen Texte, die es nicht ins reguläre Lexikon geschafft haben. Etwa der über den Heiligen Bürokratius, "ein wenig bekannter römischer Heiliger, der erst in der Neuzeit eine größere Verehrung erfahren hat".
Der Anfang war reichlich unspektakulär: Für sein kostenloses Web-Lexikon Nupedia ließ Wales Fachautoren Artikel schreiben, die vor der Veröffentlichung ausführlich geprüft wurden. Nach einem Jahr bestand die Website aus nur rund 20 Einträgen. Wales öffnete seine Web-Enzyklopädie schließlich für die Allgemeinheit: Jeder konnte nun Texte schreiben und bearbeiten. An die Stelle von Autorität rückte Demokratie. Und es ward Licht.

Anfang 2002 hatten Tausende Helfer schon 20.000 Einträge verfasst. Von da an explodierte die Zahl der Artikel, 2007 kamen jeden Tag durchschnittlich 1800 neue Einträge hinzu. Das rasante Wachstum hat sich mittlerweile abgeschwächt, die Zahl der Artikel nimmt aber unablässig zu. Über die Jahre ist aus der Wikipedia eine Bewegung geworden, mit Stiftungen und Vereinen, Jahrestreffen und Konferenzen.

Die Nutzer verwalten sich selbst, wer öfter mitarbeitet, kann in der Hierarchie aufsteigen. In Deutschland bearbeiten 7000 Nutzer mehr als fünfmal im Monat einen Eintrag. Rund 1,1 Millionen Artikel gibt es in der deutschsprachigen Version, in der englischen sind es mehr als dreimal so viele. Das Prinzip: Jemand stellt die erste Version eines Eintrags ins Netz, der wird ergänzt, umgeschrieben, und mitunter wird erbittert um Formulierungen und Fakten gestritten.

Wo Wikipedia in die Irre führte
Meist akkurat
Viele Wikipedia-Artikel sind genau so akkurat wie ihre Gegenstücke im Brockhaus oder der Encyclopaedia Britannica. Die Autorengemeinschaft pflegt aktuelle Ereignisse nicht selten binnen kürzester Zeit ein und bügelt Fehler meist schnell wieder aus. Wenn die "Weisheit der Vielen" versagt, kann es allerdings zu peinlichen Pannen kommen.
dpa
Falsche Namen
Der Freiherr zu Guttenberg hat viele Vornamen. Wilhelm gehört aber nicht dazu. Als der CSU-Politiker im Februar 2009 Wirtschaftsminister wurde, mogelte ein anonymer Scherzbold in dessen Wikipedia-Biografie neben den zahlreichen anderen Namen eben auch den Wilhelm rein. Dieser Fehler stand zwar nicht lange auf der Seite, zahlreiche Medien übernahmen ihn aber offenbar ungeprüft aus dem Online-Lexikon.
Falsche Verdächtigungen
Der amerikanische Journalist John Seigenthaler stellte im September 2005 schockiert fest, dass ihm in der Wikipedia eine Verwicklung in die Ermordung von John F. Kennedy und dessen Bruder Bobby unterstellt wurde. Die Behauptung stand monatelang unwidersprochen online. Der Fall führte zu heftigen Kontroversen unter den Wikipedianern, wie das Lexikon zuverlässiger werden kann.
Politische Grabenkämpfe
Die Parteizentralen messen Wikipedia große Bedeutung zu - und legen daher oft selbst Hand an. 2007 wurde von einem Rechner der hessischen CDU-Zentrale aus der Eintrag über den grünen Landespolitiker Tarek Al-Wazir bearbeitet. Die Union verwies auf einen Praktikanten. Ein Jahr später versuchte ein unbekannter Autor, die US-Politikerin Sarah Palin in ein besseres Licht zu rücken, indem er die wenig schmeichelhafte Passage über ihren Spitznamen "Sarah Barracuda" löschte. Die Community sperrte den Eintrag zwischenzeitlich für Bearbeitungen.
Geschöntes Image
Auch Unternehmen haben immer wieder versucht, die Einträge über sich oder ihre Produkte zu schönen. Microsoft etwa löschte eine kritische Passage über die Fehleranfälligkeit seiner Spielkonsole Xbox 360. Der Ölkonzern Chevron-Texaco ließ gleich einen ganzen Text über Biodiesel verschwinden. Die Manipulationen fielen aber auf - ein Instrument namens Wikiscanner konnte die Veränderungen auf die Anbieter zurückführen.
Mal geht es nur um Details, etwa, ob der Donauturm nun mehr Fernseh- oder Aussichtsturm ist - oder womöglich sogar beides. Aber es wird auch grundsätzlich, etwa wenn ein FDP-Mitglied im Eintrag über Neoliberalismus negative Polemik ausmacht und auf "bearbeiten" klickt. Denn die eherne Grundregel der Wikipedia-Community lautet: Alle Autoren müssen einen neutralen Standpunkt einnehmen. Natürlich schreiben trotzdem bezahlte Werber und Menschen in hasserfüllter Mission an den Einträgen mit.

Deshalb sichten Freiwillige ständig die aktuellen Änderungen, löschen groben Unfug und missmutige Verfälschungen aus dem Wissenspool. Die Kontrolle durch die Vandalismus-Polizei ist aber nur der Anfang: Die Diskussionen über Fakten und Meinungen können Monate andauern und epische Textmengen hervorbringen. Gerungen wird um neutrale Formulierungen, Fakten sollen mit Verweisen auf die Quelle belegt werden. Nicht selten fliegen ganze Artikel wieder aus dem Lexikon heraus.

Anfangs wurde die Netz-Enzyklopädie von der Fachwelt belächelt. Zu ungenau und voller Fehler seien die Einträge der Abschreibe-Fibel, in denen sich jeder Laie bar jeder Kenntnis austoben könne. Die Nutzer kümmerte das allerdings wenig, sie lasen, verbesserten und diskutierten einfach weiter. Längst schlagen auch Professoren online nach - die Weisheit der Vielen führt in vielen Fällen zu respektablen Ergebnissen. Tausende Studien, Bücher und Aufsätze beschäftigen sich mit dem Online-Phänomen.

Community mit Krawall-Polizei

In Vergleichstests schneidet die Wikipedia mittlerweile regelmäßig gut ab. Der altehrwürdige Brockhaus, ab 1805 maßgebliches Wissenswerk in deutscher Sprache, bringt es in der aktuellen Ausgabe auf rund 300.000 Einträge in 30 Bänden. Die Wikipedia ist nicht nur umfangreicher, die Einträge sind meist aktueller und oft versehen mit Fotos, Videos und Tönen. Die Wikipedia kostet auch nicht 2820 Euro.

Ihr Projekt Weltwissen finanzieren die Wikipedia-Nutzer über Spenden. Niemand soll für den Rohstoff der Wissensgesellschaft zur Kasse gebeten werden. Zwölf Millionen Euro wurden in der jüngsten Sammelrunde weltweit eingeworben. Mit dem Geld wird der Betrieb der Server finanziert, außerdem festangestellte Mitarbeiter, die sich um die Verwaltung und Vernetzung kümmern.

Sicher, der runde Geburtstag macht sich bemerkbar: Für Neulinge ist es nicht immer ganz einfach, sich mit der Community anzufreunden. Die Mitarbeit kostet Zeit und Nerven, über die Jahre ist ein komplexes System entstanden, voller Regeln, Verfahren und technischen Vorlagen. Zuletzt entbrannte ein Streit zwischen den Nutzern: Die einen, genannt Inklusionisten, wollen noch der kleinsten Freiwilligen Ortsfeuerwehr einen Eintrag zugestehen, Platz im Internet ist schließlich genug da.

Nichts weiter als ein Weltwunder

Die anderen verlangen den Nachweis einer gewissen Bedeutung. Ob nun ein Schriftsteller oder ein Unternehmen wichtig genug für einen Wikipedia-Eintrag ist, regelt eine umfänglichen Liste mit Relevanzkriterien - die Exklusionisten haben in der deutschsprachigen Wikipedia derzeit die Oberhand, mitunter fällt der Ton etwas rauer aus.

Doch auch nach zehn Jahren hat die Wikipedia nichts von ihrem Zauber verloren. Ganz im Gegenteil, die Zugriffszahlen steigen, und mit ihnen die Qualität und Menge der Artikel. Die Wikipedia hat die Art verändert, wie wir nach Informationen suchen und damit umgehen. Sie hat dazu beigetragen, dass schon Schulkinder wissen, wie man mit dem Informationen aus dem Internet umgeht und wie Quellen in Hausarbeiten korrekt zitiert werden. Die zugrunde liegende Software und viel mehr noch das Grundprinzip ist zum Vorbild für Wissenschaft, Forschung und Unternehmen geworden.

Die Wikipedia ist nichts weiter als ein Weltwunder. Noch nie zuvor haben so viele Menschen gemeinsam so etwas Großes geschaffen, zum Wohl aller vor Bildschirm und Tastatur. Noch nie zuvor gab es so viel Wissen an einem Ort, kostenlos für alle.

Happy Birthday, Wikipedia!

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insgesamt 58 Beiträge
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1. !
Wer ich wirklich bin, 15.01.2011
Es ist ein schwerer Schlag für die Kapitalisten, dass die kommunistische Wikipedia die Welt so grundelgend verändert. Auch das kommunistische Linux verbreitet sich in Form von Android ja gerade überall auf der Welt. 2:0 für den Kommunismus. :)
2. Ist Wikipedia auch wahrheitsgetreu?
klappertopf 15.01.2011
Vieles von dem, was ich bei Wikipedia gelesen habe, ist so völlig abweichend von dem, was ich in seriösen Büchern gefunden habe. Bei Wikipedia scheint auch eine Oligarchen-Diktatur zu bestehen.
3. ....
Ephemeris 15.01.2011
Wikipedia ist ein Weltwunder ( besonder für Mathe und Physik Studenten xD )
4. Kann auch...
ramuz 15.01.2011
Zitat von klappertopfVieles von dem, was ich bei Wikipedia gelesen habe, ist so völlig abweichend von dem, was ich in seriösen Büchern gefunden habe. Bei Wikipedia scheint auch eine Oligarchen-Diktatur zu bestehen.
.. an den "seriösen" Büchern liegen.. Hätten Sie da mal ein paar Titel oder Verfasser? ooops... Oligarchen? Wer von denen hätte denn echte Kohle oder 'ne Superyacht?
5. hmm
fallobst24 15.01.2011
Zitat von Wer ich wirklich binEs ist ein schwerer Schlag für die Kapitalisten, dass die kommunistische Wikipedia die Welt so grundelgend verändert. Auch das kommunistische Linux verbreitet sich in Form von Android ja gerade überall auf der Welt. 2:0 für den Kommunismus. :)
Wieso scheint man heute in quasi jeder Diskussion ohne diese im Detail nichtssagenden Kampfbegriffe Kommunismus und Kapitalismus nicht auskommen zu können? Der Kalte Krieg ist doch nun 20 Jahre her. Aber das ist wohl wie mit Hitler, der Jung ist auch irgendwie nicht totzukriegen... Wiki hat definitiv einen sehr großen Beitrag zur Informationssammlung, -zugänglichkeit und -vielfalt beigetragen. Vielleicht nicht immer perfekt oder richtig, aber dennoch unverzichtbar. Wobei dort manchmal die auf der jeweiligen Diskussionsseite geführten ideologischen Grabenkämpfe unterhaltsamer und interessanter sind als der eigentliche Artikel. Aber wie immer gilt, gerade bei aktuellen Themen, ist das "Wissen/Information" mit Vorsicht und wachem Verstand zu genießen. Für copy/paste-Genies natürlich ein großes Hindernis, aber hey, selbst schuld.
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Die kleinen Geschwister der Wikipedia
Bildersammlung und Zitate
Wikipedia hat Weltruhm erlangt, doch im Schatten des Mitmachlexikons gibt es etliche Projekte, die sich ebenfalls dem Aufbau freien Wissens verschrieben haben. Freiwillige sammeln Fotos, Grafiken und Landkarten, arbeiten an einem Wörterbuch und einer Zitatesammlung. Wie auch bei der Online-Enzyklopädie steckt die Wikimedia-Stiftung dahinter.
dpa
Wikimedia Commons
Wikimedia Commons ist eine Datenbank für Mediendateien - vor allem Fotos, aber auch Videos, Landkarten und Grafiken. Privatleute und öffentliche Einrichtungen haben mehr als 7,8 Millionen Dokumente zusammengetragen. Das Bundesarchiv stellte beispielsweise 100.000 historische Fotos zur deutschen Geschichte zur Verfügung. Aus diesem Fundus bebildern die Autoren ihre Wikipedia-Artikel. Grundsätzlich darf aber jeder die Dateien herunterladen und benutzen, auch kommerziell: Die freie Verwendung ist Voraussetzung dafür, dass die Community die Bilder akzeptiert.
Wikiquote
In Wikiquote sammeln die Nutzer Zitate von mehr oder weniger berühmten Persönlichkeiten. Mehr als 7500 Artikel gibt es dort mittlerweile, sortiert nach Personen, Themen oder auch Filmen - bekanntlich eine ergiebige Quelle für Bonmots. Zitate von Schriftstellern oder Buchautoren sind allerdings auf zehn pro Person beschränkt, aus urheberrechtlichen Gründen. Anders ist es bei Politikern und Sportlern. Franz Beckenbauer und Gerhard Schröder kommen ausführlich zu Wort.
Wiktionary
Das Wiktionary ist ein Lexikon, in dem die Nutzergemeinde Bedeutungen, Herkunft oder Aussprache von Wörtern zusammenträgt. Es gibt Einträge in 170 Sprachen, darunter Tibetisch und Rätoromanisch. Erwartungsgemäß am größten ist allerdings die englische Sektion mit mehr als zwei Millionen Einträgen. Das deutsche Wörterbuch hat mit 127.000 Einträgen locker Duden-Dicke erreicht. Das erste Wort auf Deutsch, eingetragen im April 2002: Metamorphose.
Wikiversity
Das jüngste Projekt der Wikimedia-Stiftung startete 2006 und heißt Wikiversity - eine Online-Plattform "zum gemeinschaftlichen Lernen, Lehren und Forschen". Studenten und Wissenschaftler sollen damit zusammenarbeiten können, ohne eine eigene technische Infrastruktur aufbauen zu müssen. Die virtuelle Universität ist allerdings relativ leer: Bislang gibt es 27.000 Artikel in zwölf Sprachen, in der deutschsprachigen Sektion sind nur rund 200 Nutzer angemeldet.

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