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Zeichentrickserie "Bee and PuppyCat" Halb Hund, halb Katze

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Bee und PuppyCat: Unterwegs in einem Paralleluniversum
Frederator Studios

Bee und PuppyCat: Unterwegs in einem Paralleluniversum


"Bee and PuppyCat", die Zeichentrick-Sensation des vergangenen Jahres, ist endlich zurück. Fans hatten fast 900.000 Dollar zusammengelegt, um die Serie zu ermöglichen - ein Rekord auf der Crowdfunding-Plattform Kickstarter. Nie wurde dort mehr Geld für eine Webserie ausgegeben.

Die Serie dreht sich um Bee, eine Arbeitslose Anfang 20, der eines Tages eine Mischung aus Hund und Katze zuläuft: PuppyCat. Das seltsame Tier spricht nicht nur im Singsang einer Fantasiesprache, sondern kann Bee in ein Paralleluniversum mitnehmen.

Dort treffen sie auf einen Bot, entgehen knapp der Einäscherung und übernehmen fortan als Weltraum-Söldner Aufträge, um sich ein bisschen Geld zu verdienen. Ein Job für Bee! Mehr als vier Millionen Zugriffe zählt YouTube für die ersten zehn Minuten, die im August 2013 auf dem Kanal von Cartoon Hangover veröffentlicht wurden.

Ausgedacht hat sich die Story Natasha Allegri. Die 28-Jährige arbeitet am Storyboard und an den Charakteren der Zeichentrickserie "Bot" mit. Nebenbei entwickelte sie ihre eigene Idee. Davon war das Studio Frederator so begeistert, dass es den "Bee and PuppyCat"-Kurzfilm produzierte.

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Zeichentrickserie: Zeit für Abenteuer mit “Bee and PuppyCat”

Das anschließende Crowdfunding brachte mit 872.133 Dollar genug Geld für neun jeweils rund sechsminütige Episoden zusammen - und brach allerlei Rekorde. Nie hat eine Filmemacherin mehr bekommen, nie ein Projekt ohne Hollywood-Unterstützung. Die Kosten für "Bee and PuppyCat" sind so hoch, weil alles von Hand gezeichnet ist.

Der Stil erinnert nicht von ungefähr an japanische Animes. In einem Interview verriet Allegri eines ihrer großen Vorbilder: Hayao Miyazaki, einen der Gründer von Studio Ghibli, der für "Chihiros Reise ins Zauberland" den Oscar bekommen hat. Ebenso hätten "Sailor Moon" und "Bob's Burgers" sie beeinflusst, erzählt sie.

Auch die Stimme von PuppyCat kommt aus Japan: Sie wird mit Hilfe von Vocaloid erstellt, einem Software-Synthesizer. Miku Hatsune hat die Software berühmt gemacht, ein virtueller Popstar. Hinter der Stimme des Computers, von dem Bee und PuppyCast ihre Mission bekommen, steckt hingegen ein Mensch: YouTube-Star Hannah Hart aus "My Drunk Kitchen".

Eine Zeichentrickserie mit einer weiblichen Hauptfigur, ausgedacht von einer Frau: Wenn die Fernsehsender und Hollywood das nicht hinbekommen, dann muss es das Internet eben selbst machen. Hier geht es zu den Videos:

Kurzfilm "Bee and PuppyCat"

Episode 1, "Food"

Episode 2, "Farmer"

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