Der Exorzist: Papst Pius XII
Rom - Pius XII. habe während des Zweiten Weltkriegs mehrmals versucht, durch Exorzismus-Gebete vom Vatikan aus den Diktator in Berlin von "bösen Geistern" zu befreien, schrieb die Turiner Zeitung «La Stampa" unter Berufung auf neueste Studien. Pius wird immer wieder kritisiert, er habe zu den Naziverbrechen geschwiegen und die Kirche nicht zum Widerstand angehalten.
Pius, der vor seiner Wahl zum Papst 1939 Nuntius in Berlin war, sei überzeugt gewesen, dass Hitler sich in der Macht von Dämonen befinde. "Dieser Mann ist völlig besessen, er zerstört alles, was ihm nicht nützlich ist", habe er Zeugen zufolge geäußert. Mehrmals habe er es daher mit Teufelsaustreibungen versucht: "Im Namen Jesu, Satan, weiche!"
Resistent gegen Fernexorzismus: Adolf Hitler
Der Prozess zur Seligsprechung gehe weiter, schreibt das Blatt. Vermutlich seien bis Ende des Jahres alle Dokumente gesammelt. Dann liegt die Entscheidung beim Papst. Israel hatte in der Vergangenheit bereits gegen eine Seligsprechung Pius' protestiert. Experten behaupten: Wenn Pius Naziführer aus der Kirche ausgeschlossen hätte, wäre das Regime geschwächt und viele Juden vor der Vernichtung gerettet worden.
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