Täsch - Verletzt wurde bei der Flut niemand, doch mussten einige Ortsteile evakuiert werden, rund 150 Menschen verließen vorübergehend ihre Häuser. Als Ursache für die Überschwemmung wird eine einbrechende Schneedecke in einem Gebirgssee oberhalb von Täsch vermutet.
Die Überschwemmung hatte nach Angaben der Walliser Kantonspolizei ihren Ursprung im Weingartensee, der auf rund 3600 Metern Höhe liegt. Der See trat am Montagabend über die Ufer und führte über den Rotbach und den Täschbach große Mengen Geröll ins Tal. Gegen 22.30 Uhr trat der Täschbach über die Ufer und überschwemmte die Dorfteile Oberdorf und Hof. Auch eine Brücke wurde weggerissen. Der Gemeindepräsident von Täsch, Kilian Imboden, sprach von massiven Verwüstungen. Die Polizei löste Großalarm aus.
Gegen 2 Uhr konnte etwa die Hälfte der Flüchtlinge in ihre Häuser zurückkehren. Und noch in der Nacht wurden die Räumungsarbeiten mit schweren Baumaschinen aufgenommen. Priorität hatte die Räumung des Bachbetts, um neue Überschwemmungen beim Einsetzen der Schneeschmelze im Laufe des Tages zu verhindern. Die Straße von Täsch nach Zermatt blieb vorerst gesperrt.
Der Grund für das Überschwappen des Bergsees war am Dienstagmorgen noch nicht restlos geklärt. In der Nacht hatten sich die Behörden einen ersten Überblick von einem Hubschrauber aus verschafft. Imboden sagte, die wahrscheinlichste Ursache sei eine eingebrochene Schneedecke.
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