München - "Das ist ein klassischer Fall von Bilderraub. Dagegen muss man vorgehen, denn das verstößt gegen alle guten Sitten", sagte der stellvertretende Chefredakteur der "Bunten", Thomas Schneider, in München.
Das angeblich von der "Bunten" abkopierte SPIEGEL-Titelbild, das Scharping mit seiner Lebensgefährtin Kristina Gräfin Pilati-Borggreve zeigt, sei geschäftsschädigend, da beide Magazine gleichzeitig mit dem gleichen Bild auf dem Markt seien. Die Veränderungen des SPIEGEL-Fotos seien nur mit der Lupe erkennbar und damit ein klarer Urheberrechtsverstoß, sagte Schneider. Die "Bunte" will neben rechtlichen Schritten auch Beschwerde beim Deutschen Presserat einlegen.
Dieser betonte in Bonn, der Fall scheine "auf den ersten Blick" vor allem ein urheberrechtliches Problem zu sein. Der Referent des Beschwerdeausschusses des Presserates, Arno Weyand, sagte, es sei nicht erkennbar, inwiefern der Pressekodex verletzt worden sei.
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