Berlin - Fangfrisch, hygienisch in Plastik eingeschweißt, so liegen die Räucherlachse dutzendfach im Kühlregal. Was so lecker aussieht ist jedoch in den meisten Fällen keine Delikatesse. Nach einer Untersuchung von Stiftung Warentest sind von 22 getesteten Sorten nur 4 empfehlenswert. Zehn getestete Packungen waren bereits verdorben, obwohl das Haltbarkeitsdatum etwas anderes signalisierte. Die Tester fanden zahlreiche Keime und in zwei Fällen sogar Listerien in erhöhter Anzahl, die für Menschen mit Immunschwäche oder Schwangere gefährlich werden können.
Zwischen Qualität und Preis gibt es nach den Untersuchungen keinen eindeutigen Zusammenhang. Die vier Lachs-Sorten, die die Noten "gut" und "befriedigend" bekamen, stammten aus der Massenproduktion von Lachsfarmen. Am schlechtesten schmeckten den Testern ausgerechnet zwei Wildlachse. Auch die beiden getesteten "Bio-Lachse" bekamen in dem Test die Note "mangelhaft".
Wie die Stiftung in der am Donnerstag veröffentlichten Studie bekannt gab, muss gerade vor den Weihnachtsfeiertagen damit gerechnet werden, dass der Lachs schon einmal tiefgefroren war. Anders ließen sich die Mengen Räucherlachs nicht erklären, die sich zu den Feiertagen in den Kühlregalen stapeln.
Grundsätzlich sollen vakuumverpackte Lachse kühl gelagert werden und, unabhängig vom aufgedruckten Haltbarkeitsdatum, innerhalb von zwei Wochen verbraucht werden. Angebrochene Packungen sollten innerhalb von zwei Tagen aufgebraucht werden.
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