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01.01.2002
 

Fortschrittlicher Verbrecher

Räuber gibt Opfer Wechselgeld - in Euro

Auch Deutschlands Kleinkriminelle haben die Umstellung auf den Euro überraschend rasch bewältigt. Auf unkonventionelle Art helfen sie sogar, die Währung an die Bevölkerung zu verteilen.

Hamburg - Drei Hamburger Straßenräuber zumindest haben sich in der Silvesternacht währungsmäßig voll auf Höhe der Zeit gezeigt. Die drei Männer sprachen am frühen Neujahrsmorgen einen 21-Jährigen mit den Worten "He, hast du Geld?" an, wie die Polizei mitteilte.

Der 21-Jährige verneinte. Daraufhin zog einer der Männer eine Pistole und lud sie durch. Das Opfer bekam Angst und holte seine Geldbörse hervor. Der Räuber mit der Pistole forderte 20 Mark.

Offenbar hatte der Überfallene nur größere Scheine bei sich und übergab einen 50-Mark-Schein. Dem Wortführer der Straßenräuber war dies offenbar zu viel: Er erkundigte sich bei seinen Mittätern, ob einer von ihnen 30 Mark Wechselgeld habe. Als diese verneinten, griff er in seine Manteltasche, holte eine Hand voll Münzen hervor und gab sie dem Opfer.

Dann flohen die Täter. Erst später stellte der Überfallene fest: Er hatte Münzen im Wert von 17 Euro erhalten. Eine Fahndung nach den Räubern verlief zunächst erfolglos.

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