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31.01.2002
 

Bushs Moral-Kampagne

Viel Geld für weniger Sex

Mit einer 135 Millionen Dollar teuren Kampagne will US-Präsident George W. Bush amerikanische Jugendliche vom Sex abhalten. Amerikas Nachwuchs soll lernen, dass Geschlechtsverkehr vor der Ehe gesundheitsschädlich ist und wie man in betrunkenem Zustand "Nein" sagt.

Amerikanische Jugendliche lieben wilde Partys wie das alljährlich stattfindende "Burning Man Festival"
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DPA

Amerikanische Jugendliche lieben wilde Partys wie das alljährlich stattfindende "Burning Man Festival"

Washington - Kein Sex, kein Risiko - das ist die einfache Regel der amerikanischen Kampagne zur Förderung sexueller Enthaltsamkeit. Hält man sich an dieses leicht zu merkende Gesetz, ist man vor Schwangerschaften und Geschlechtskrankheiten gefeit.

Vor allem Jugendliche scheinen mit der Enthaltsamkeit allerdings Probleme zu haben und deshalb setzen staatlich geförderte Programme auf Aufklärung: So erfahren US-Teenager, dass Sex außerhalb der Ehe wahrscheinlich schädliche Auswirkungen auf Leib und Seele hat. Damit die jungen Menschen nicht in Versuchung geraten, soll ihnen auch beigebracht werden, wie man sexueller Verlockung widersteht.

Hahnenkampf beim "Burning Man Festival" in Nevada: Sexuellen Verlockungen widerstehen
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AFP

Hahnenkampf beim "Burning Man Festival" in Nevada: Sexuellen Verlockungen widerstehen

Und weil die Verfechter der Enthaltsamkeit offenbar wissen, wie es auf amerikanischen Partys zugeht, wird den Teenagern auch gleich beigebracht, wie man auch unter Alkohol- und Drogeneinfluss "Nein" gegen die drohende Verführung in all ihren Varianten sagen kann.

US-Präsident George W. Bush ist offenbar überzeugt, dass Jugendlichen auf diesem Wege die Lust verdorben werden kann. 135 Millionen Dollar will er im Jahr 2002/2003 dafür bereit stellen. Das sind 33 Millionen mehr als bisher. Gefördert werden die Programme bereits seit fünf Jahren.

Nahezu 900.000 Teenager werden jedes Jahr in den USA schwanger. Die Kampagnen gegen Sex vor der Ehe sind in ihrer Wirksamkeit umstritten. Organisationen wie "Anwälte der Jugend" fordern statt dessen mehr Geld für kostenlose Verhütungsmittel.

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