Netzschkau/Plauen – Sie gilt als Todesbrücke, wird von der Polizei regelmäßig überwacht. Doch die Streifengänge halfen nichts: Wieder stürzten sich zwei junge Menschen von der Göltzschtalbrücke in Sachsen in den Tod. Ein Anwohner fand die Leichen der beiden 16 Jahre alten Mädchen am Samstagmorgen auf dem Parkplatz unterhalb der Brücke, teilte die Polizei Plauen mit. Die Mädchen stammten aus den thüringischen Städten Auma und Schleiz. Ihr Motiv für den Selbstmord ist unbekannt.
Ermittler gehen davon aus, dass die Jugendlichen zusammen von der 78 Meter hohen Brücke gesprungen sind. Bei ihren Kontrollgängen gegen Mitternacht und drei Uhr hätten Beamte des Bundesgrenzschutzes und der örtlichen Polizei keine Auffälligkeiten beobachtet, sagte ein Polizeisprecher.
Die 574 Meter lange Brücke zwischen Reichenbach und Plauen, die größte Ziegelsteinbrücke der Welt, wird seit mehreren Selbstmorden im vergangenen Jahr verstärkt kontrolliert. Im August 2001 hatten sich drei Jugendliche im Alter von 14, 17 und 18 Jahren aneinander gefesselt in den Tod gestürzt. Einen Monat später beging dort ein 17-Jähriger Selbstmord. Erst vor drei Wochen sprang ein 19-Jähriger von der 1846 bis 1851 erbauten Talüberführung in die Tiefe.
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