Singapur - Bei einer Gerichtsanhörung am Freitag wurde Julia B. zusammen mit zwei Männern aus Singapur des Drogenhandels beschuldigt. Die 23-Jährige brach dabei in Tränen aus. Die deutsche Studentin muss das Schlimmste befürchten: Auf Dogenhandel steht im strengen Stadtstaat Singapur die Todesstrafe.
Julia B. wird vorgeworfen, zusammen mit zwei Männern im Alter von 33 und 21 Jahren Bars und Nachtclubs von einem kleinen Geschäft aus mit Drogen beliefert zu haben. Schon am Mittwochabend war das Trio von der Anti-Drogen-Polizei des Stadtstaates festgenommen worden. Bei der Razzia fand die Polizei 687 Gramm Cannabis, 60 Ecstasy-Tabletten, 30 Gramm eines Anästhetikums und 34 Gramm eines Metamphetamins. Außerdem verhaftete die Polizei in dem Geschäft weitere sechs Frauen und drei Männer aus Singapur, die dort Drogen konsumiert haben sollen.
Die deutsche Botschaft in Singapur war am Donnerstag über die Festnahme informiert worden. Botschaftsvertreter hätten Julia B. vor der Gerichtsanhörung bei der Suche nach einem Anwalt geholfen. Der Studentin sei weitere Unterstützung zugesichert worden, meinte eine Botschaftssprecherin.
Singapur liegt in der Nähe bedeutender Drogenanbauregionen, hat aber eine der weltweit niedrigsten Raten von Drogenmissbrauch und ist bekannt für seine strengen Antidrogengesetze. Für Drogenhändler ist die Todesstrafe vorgeschrieben. Von 1991 bis 2000 wurden nach offiziellen Statistiken 247 Menschen wegen Drogenvergehen gehängt.
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