Peking - Zhuangzhuang und Canny sollen im Mai nach Afghanistan geflogen werden. Der afghanische Geschäftsträger in Peking, Abdul Basir Hotak, nahm das Geschenk nach Zeitungsberichten als "Zeichen der Freundschaft" zwischen beiden Völkern entgegen.
Die drei Jahre alten Löwen sind in einem Wildpark an der Großen Mauer nördlich von Peking geboren und aufgewachsen. "Sie verstehen sich gut und werden hoffentlich nächstes Frühjahr Nachwuchs bekommen", sagte ein chinesischer Zoowächter der chinesischen Nachrichtenagentur.
Da sie immer in Gefangenschaft gelebt haben, hätten sie keine Angst vor Menschen. Doch könnten sie auch ohne menschliche Hilfe überleben, da sie kleine Tiere jagten. Zuerst müssen die chinesischen Löwen noch einen Monat in Quarantäne. Wenn der Zoo in Kabul dann alle Vorbereitungen getroffen hat, geht das Löwen-Paar auf die Reise.
Marjan hat schwere Zeiten erlebt
Der Löwe Marjan hatte die Invasion der Sowjetunion, den Bürgerkrieg, die Taliban und zuletzt die US-Bombenangriffe überlebt. Das Tier kam mit Hilfe des Kölner Zoos nach Kabul. Als vor einiger Zeit ein Taliban-Kämpfer in den Käfig geklettert war, um seine Tapferkeit zu beweisen, fraß Marjan ihn. Der Bruder des Taliban warf daraufhin eine Granate auf die Raubkatze, weshalb sie am Ende halb blind und lahm ihr Dasein fristete. Er wurde zum Symbol für den Überlebenswillen der afghanischen Bevölkerung. Zuletzt hatten sich internationale Tierschützer um ihn gekümmert. Im Januar ist Marjan schließlich an Nierenversagen gestorben.
Mit Spenden internationaler Organisationen soll der Zoo von Kabul wieder aufgebaut werden.
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