Schloss Holte-Stukenbrock - Das sieben Monate alte Löwenmädchen "Snow" sei im Außengehege in den 1,50 Meter tiefen Wassergraben gerutscht, teilte der Park in Nordrhein-Westfalen mit. Vor den Augen von Besuchern sprang der Parkchef unter Lebensgefahr in den Wassergraben und barg das Tier. Doch das Löwenkind war nicht mehr zu retten.
Unter Beobachtung des Parkchefs Fritz Wurms und einer Tierpflegerin war die Löwenmutter "Konya" mit ihren Kindern "Ice" und "Snow" ins Außengehege gelassen worden. Zunächst sei der kleine Ausflug ohne Probleme verlaufen. "Die Kinder haben mit ihrer Mutter Gespielt", sagte eine Parksprecherin. Aber dann sei "Snow" am Wassergraben abgerutscht und in Panik geraten. Normalerweise sei Wasser keine Gefahr selbst für kleine Löwen.
Nachdem die Löwenmutter keine Anstalten machte, ihr Kind zu retten, rannte der Parkchef in das Gehege, zog die Aufmerksamkeit der Löwin auf sich und lockte sie unter Lebensgefahr wieder hinter die Gitter. Dann tauchte der Parkchef in voller Montur auf den Grund des Grabens und barg das Tier. Aber weder Mund-zu-Mund-Beatmung noch Herzmassage oder Kreislaufspritzen konnten "Snow" retten.
Der Safaripark hat mit seinen weißen Löwen auch die bekannten Dompteure "Siegfried und Roy" versorgt. Insgesamt leben dort sechs weiße Löwen. Seit 1996 sind elf Jungtiere in der Anlage aufgewachsen.
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