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07.04.2002
 

Sternfreund

Große Sternschnuppe war's

München - Otto Guthier ist Vorsitzender der Vereinigung der Sternfreunde in Heppenheim bei Heidelberg und gilt als Experte. Seiner Ansicht nach sind die mysteriösen Himmelsphänomene in der Nacht zum Sonntag vor allem über Bayern durch eine große Sternschnuppe verursacht worden. "Wir können definitiv ausschließen, dass Weltraummüll oder Überreste eines Satelliten die Ursache der Lichtblitze gewesen sind", sagte Guthier.

"Es handelte sich um eine Feuerkugel, also eine Sternschnuppe von großer Masse", sagte der Experte. Nach der Auswertung der Bilder könne man davon ausgehen, dass die Sternschnuppe mehrere 100 Kilogramm schwer gewesen sei. "Sie flog in Nord-Süd-Richtung und drang im Bereich des Ammersees in die Atmosphäre ein", berichtete Guthier. Trotz des großen Masse sei nicht sicher, ob es einen Einschlag auf der Erde gegeben habe. "Es ist möglich, dass sie noch über dem Erdboden verglüht ist." Auch die wahrgenommenen Explosionsgeräusche müssten nicht von einem Aufprall herrühren: "Wenn ein Feuerball verglüht, kommt es ebenfalls zu Geräuschen wie bei einer Explosion." Eine so große Sternschnuppe sei sehr selten.

Guthiers Vereinigung kontrolliert das deutschlandweite Meteornetz, das im Auftrag des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt alle Himmelsphänomene fotografisch aufzeichnet.

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