Lorient - Der Unfall ereignete sich im Hafen von Lorient in Frankreich. Viele Segler in dem Hafen sind echauffiert und sprechen von einem Skandal. Die Gesellschaft des betroffenen Seglers "Défi français" hat nach eigenen Angaben von Sonntag Greenpeace sogar wegen "Enterung, mutwilliger Zerstörung und Gefährdung von Menschen" verklagt.
Greenpeace gibt sich kleinlaut und sprach von einem Versehen. Der Unfall sei während einer Aktion gegen die französische Atomholding "Areva" passiert, die laut Greenpeace die Meere verschmutzt. "Areva" ist pikanterweise Sponsor des Rennbootes.
Ein Greenpeace-Sprecher sagte der Zeitung "Le Journal du Dimanche": "Wir wollten Anti-Atom-Bojen um das Boot anbringen und wurden von den Seglern beschimpft und bedroht".
Die Atomholding "Areva" wurde im September 2001 als Zusammenschluss der französischen Atomkonzerne Framatome ANP und der Betreibergesellschaft der Wiederaufarbeitungsanlage La Hague, Cogema, gegründet. "Areva" gehört mit einem Umsatz von 8,9 Milliarden Euro im vergangenen Jahr und mit über 45.000 Angestellten zu den Weltführern im Atomgeschäft.
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