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17.06.2002
 

Niedersachsen

Invasion der Riesenfrösche

Tausende Kaulquappen einer amerikanischen Ochsenfrosch-Art tummeln sich in einem Dorfteich in Neustadt am Rübenberge. Wenn sie bis zur Metamorphose gelangen, droht eine Masseninvasion der gefräßigen Tiere mit verheerenden ökologischen Folgen. Unklar ist bisher, woher die Tiere stammen.

Riesenkaulquappen aus dem Dorfteich: Gefahr für das Ökosystem
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DPA

Riesenkaulquappen aus dem Dorfteich: Gefahr für das Ökosystem

Hannover - Bereits vor drei Wochen hatten Kinder die überdimensionale Kaulquappen in einem Teich des Stadtteils Büren in Neustadt am Rübenberge entdeckt. "Die waren so riesig, wir haben sie unseren Eltern gezeigt", sagte der zehnjährige Florian.

Die Eltern informierten schließlich die Behörden. Seitdem versuchen Stadt und Bürger, den Schaden zu begrenzen. "Wir haben das anfangs für einen schlechten Scherz gehalten", sagte eine Sprecherin der Stadt. Jetzt sind Kinder und Erwachsene unterwegs, den Froschnachwuchs mit Netzen zu fangen. Sonst könnte es gefährlich werden.

Die Tiere gehören zu einer amerikanischen Ochsenfroschart, die bis zu 20 Zentimeter groß und zwei Kilogramm schwer wird. Diese Froschart fresse alle einheimischen Amphibien sowie Fische und Vögel, erklärte Christian Erdmann von der behördlich anerkannten Wildtier- und Artenschutz-Station Sachsenhagen.

Die Kaulquappen müssten schnellstens vernichtet werden, bevor es zur Metamorphose komme. Sonst drohe der Stadt eine Masseninvasion, die verheerende ökologische Folgen hätte. "Wenn die Frösche in den Leine-Fluss gelangen, sieht es zum Beispiel für die Wiedereinbürgerungsaktion der Lachse dort schlecht aus", sagte Erdmann.

Wie das Landesamt für Ökologie in Hildesheim mitteilte, wäre es die erste Ochsenfroschplage in Niedersachsen. Experten gehen inzwischen davon aus, dass die Frösche ausgesetzt wurden.

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