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11.09.2002
 

Verdächtige Briefe

Weißes Pulver in US-Vertretungen

Am Jahrestag der 11. September-Anschläge sind in der US-Botschaft in Kopenhagen und in mehreren US-Vertretungen in Deutschland Umschläge mit weißem Pulver eingegangen.

Berlin/Kopenhagen - Die verdächtigen Briefe gingen am Mittwoch außer in Kopenhagen in den amerikanischen Vertretungen in Hamburg und Leipzig ein, teilte die Polizei mit. Auch in Frankfurt am Main und Düsseldorf wurden Briefe entdeckt, die überprüft werden.

Die Behörden sind gewarnt. Kurz nach dem 11. September 2001 waren in den USA mehrere Menschen mit dem Milzbrand-Erreger infiziert worden, die über Briefe verbreitet worden waren. So genannte Trittbrettfahrer hatten damals in Deutschland versucht, Panik zu provozieren, indem sie Briefe mit weißem Pulver verschickten, dass sich jedoch als harmlos herausstellte.

Im US-Generalkonsulat Frankfurt ging ein Brief um 13.15 Uhr ein. Der verdächtige Umschlag wurde an deutsche Behörden weitergeleitet, gab die Polizei bekannt. Über den Inhalt könne bisher nichts gesagt werden. Der Umschlag war aufgefallen, weil er den gleichen Absender getragen habe wie verdächtige Briefe in anderen Konsulaten, hieß es.

Der dem Hamburger US-Generalkonsulat zugegangene Brief wurde vom Staatsschutz geöffnet. Darin war ein weißes, kristallines Pulver. "Dabei könnte es sich um Zucker handeln", sagte ein Polizeisprecher. Das Ergebnis der Analyse soll am Donnerstag vorliegen.

Verdächtige Post ging auch dem amerikanischen Generalkonsulat in Leipzig zu. Inhalt auch hier: weißes Pulver. In dem Brief an das US-Generalkonsulat in Düsseldorf stand nach Polizeiangaben in arabischer Sprache: "Im Namen Gottes" und in englischer Sprache: "Du bist ein Feind des Islam."

Der in Kopenhagen aufgetauchte Brief war nach Angaben eines Polizeisprechers in Frankreich abgesandt worden. Beim Öffnen des Umschlags sei ein weißes Pulver herausgerieselt. Es soll in einem Stockholmer Speziallabor auf etwaige Milzbrand-Erreger untersucht werden.

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