Hamburg - Bohlen schrieb in seiner Autobiografie "Nichts als die Wahrheit" über Naddels Haarpracht: "Die hatte Herr Reza Homam auf dem Gewissen, ein berüchtigter Visagist, der ihr beim Extensions-Anschweißen fast die Haarwurzeln weggeschmurgelt hatte." Der Visagist fand das offenbar weniger witzig, nahm sich einen Anwalt und erwirkte eine einstweilige Verfügung.
Claudia Limmer, Sprecherin des Heyne-Verlags, bestätigte am Mittwoch einen entsprechenden Bericht der Internet-Ausgabe des "Stern". Demnach liegt "stern.de" eine Erklärung vor, in der sich der Heyne-Verlag verpflichtet, Bohlens Buch erst wieder zu verkaufen, wenn die strittige Aussage über Naddels Haare herausgeschnitten ist.
Den Satz werde sowieso "niemand vermissen", erklärte Limmer. Deswegen habe man es nicht auf einen Rechtsstreit ankommen lassen. Allerdings soll Naddel selbst den Visagisten Bohlen gegenüber schlecht gemacht haben. Der Visagist sieht das freilich anders: Laut "stern.de" besitzt er eine eidesstattliche Erklärung der angeblich Beinahe-Verschmurgelten, in der sie den Haarkünstler von jedem Verdacht reinwäscht.
Wegen anderer Aussagen in Bohlens Buch - unter anderem hatte er mehrere Sexaffären enthüllt, Naddel übermäßigen Alkoholkonsum vorgeworfen und auch an Ex-Ehefrau Verona Feldbusch kaum ein gutes Haar gelassen - habe es bislang noch keinen juristischen Ärger gegeben, sagte Limmer. Bis Donnerstag werde der Verlag noch die alte Version verkaufen, etwa 400.000 Exemplare werde man dann abgesetzt haben. Ab Freitag gebe es dann die neue Version ohne den Satz über den Visagisten und die fast verschmurgelte Naddel.
Auf anderen Social Networks posten:
HilfeLassen Sie sich mit kostenlosen Diensten auf dem Laufenden halten:
| alles aus der Rubrik Panorama | Twitter | RSS |
© SPIEGEL ONLINE 2002
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung der SPIEGELnet GmbH