Luxemburg - Der Sprecher der Pilotenvereinigung Cockpit, Georg Fongern, sprach von einem "mysteriösen Unfall". Auch Bundesverkehrsminister Manfred Stolpe (SPD) sagte am Mittwochabend am Unglücksort, über der Absturz-Ursache stehe "ein großes Fragezeichen". Es habe sich um ein verlässliches Flugzeug und um "gute, qualifizierte Piloten" gehandelt.
Luxemburgs Premierminister Jean-Claude Juncker hatte einen Terroranschlag mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit ausgeschlossen. Bei dem Absturz waren 20 Menschen, darunter 15 Deutsche, ums Leben gekommen.
Nach Angaben der Deutschen Flugsicherung (DFS) in Langen gab es bei der Unglücksmaschine bis wenige Minuten vor dem Absturz keine Unregelmäßigkeiten. Trotz des Nebels waren kurz vor dem Unglück mehrere Flugzeuge problemlos auf dem Flughafen Luxemburg-Findel gelandet.
Die Unglücksmaschine war erst kurz vor dem Absturz gewartet worden. Der Flug soll der erste nach der Wartung gewesen sein. Nach den Worten von Stolpe sind inzwischen alle Geräte geborgen worden, die für genauere Untersuchungen nötig sind. Nach dem Fund der Flugschreiber rechne er mit einer schnellen Aufklärung.
Die Angehörigen der 15 deutschen Opfer sollten am Donnerstagmorgen mit einer Luxair-Sondermaschine von Berlin ins Großherzogtum geflogen werden. Die Opfer stammten unter anderem aus Berlin, Potsdam und Kleinmachnow, sagte Stolpe.
Die Maschine der Fluggesellschaft Luxair mit 22 Menschen an Bord, die aus Berlin kam, war am Mittwochmorgen in dichtem Nebel beim Landeanflug über einem hügeligen Feld abgestürzt und in Brand geraten. Der Pilot, 27, und ein Passagier überlebten das Unglück schwer verletzt.
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