München - Allein in Bayern wurden zehn Menschen verletzt, berichteten die Behörden Sonntag. Auch in der Schweiz, in Italien und in Österreich erlitten etliche Menschen durch umgestürzte Bäume, herumfliegende Gegenstände oder durch Erdrutsche und Schlammlawinen Verletzungen. In Österreich wurden eine Frau und ein Mann getötet, in Italien werden seit einem Murenabgang eine Mutter und ihre Tochter vermisst.
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Bis zum Sonntagmittag hatte sich der Föhnsturm nach Angaben des Deutschen Wetterdienstes wieder gelegt. Das verantwortliche Tief "Uschi" sei über die Ostsee nach Nordrussland gezogen. Mit den davon angerichteten Schäden hatten die Menschen aber weiter zu kämpfen. Vielerorts wurden noch umgestürzte Bäume von Straßen und Schienen weggeräumt, Schlamm abgetragen, Häuser und Stromleitungen repariert.
Der Auto- und Bahnverkehr kam allmählich wieder in Gang, auch wenn noch wie in Italien etliche Straßen überflutet waren. Wegen des anhaltenden Regens waren dort wie in der Schweiz und in Frankreich Bäche, Flüsse und Seen über die Ufer getreten. Im Südosten Frankreichs mussten mehr als 1500 Menschen in Sicherheit gebracht werden, in Norditalien flüchteten rund 350 Menschen vor den heranrückenden Wassermassen aus ihren Häusern. In Lully bei Genf mussten 100 Menschen ihre Wohnungen verlassen. Die wichtigsten Straßen- und Schienenverbindungen auf der Nord-Süd-Achse durch die Schweizer Alpen waren aber am Sonntag wieder frei.
Der Orkan war am Samstag mit Geschwindigkeiten von bis zu 215 Kilometern pro Stunde vor allem über die Ostalpen gefegt. Ganze Wälder wurden verwüstet. In mehreren Regionen fiel der Strom aus. Der Auto- und Bahnverkehr war massiv behindert. Besonders betroffen waren in Österreich die Regionen Pinzgau und Lungau südlich von Salzburg.
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