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02.12.2002
 

Oasis-Schlägerei

"Die haben sich aufgeführt wie Schwein"

Mehr als zehn Streifenwagenbesatzungen waren notwendig, um eine "wüste Keilerei" zwischen Mitgliedern der britischen Popband Oasis und fünf italienischen Gästen einer Münchner Bar zu beenden. Gegen Sänger Liam Gallagher, der bei der Schlägerei zwei Schneidezähne verlor, ermittelt die Polizei wegen gefährlicher Körperverletzung. Das für Montagabend in Hamburg geplante Konzert fiel aus.

Liam Gallagher: Zwei künstlicheSchneidezähne eingesetzt
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DPA

Liam Gallagher: Zwei künstlicheSchneidezähne eingesetzt

Hamburg - Nach einer "größeren Schlägerei" am Samstagabend in dem Münchner Luxushotel "Bayerischer Hof" hatten Oasis-Sänger Liam Gallagher und vier weitere Musiker eine Nacht auf dem Polizeipräsidium verbringen müssen. Gegen Gallagher ermittelt die Polizei wegen gefährlicher Körperverletzung. Er habe einem Polizeibeamten mit dem Fuß gegen die Brust getreten, teilten die Behörden am Montag mit. "Die haben sich aufgeführt wie Schwein", berichtete der Münchner Polizeisprecher Christoph Reichenbach.

"Der Junge sah nicht gut aus, ihm sind mehrere Zähne ausgeschlagen worden", sagte Reichenbach über Liam Gallagher. Das Management teilte mit, inzwischen seien dem Sänger zwei künstliche Frontzähne eingesetzt worden.

Der offenbar angetrunkene Musiker geriet laut Polizeiangaben gegen 2 Uhr im Nachtclub des Nobelhotels mit fünf Italienern in Streit. Neben Liam Gallagher seien zwei weitere Oasis-Mitglieder sowie zwei Bodyguards der Gruppe beteiligt gewesen, nicht aber sein Bruder und Bandchef Noel Gallagher. Zwei Musiker mussten ambulant behandelt werden, ein Leibwächter sogar stationär.

Nach Angaben der Polizei war es zunächst unter den Musikern zum Streit gekommen. Dann sei einer von ihnen auf den Tisch einer Gruppe von Italienern gefallen. "Als die nun versuchten, den ungebetenen Gast wieder loszuwerden, gingen plötzlich alle Bandmitglieder auf die Italiener los", hieß es. Auf der Internetseite der Band wird das Geschehene allerdings anders dargestellt: Man sei einem "unprovozierten Angriff einer Gruppe Jugendlicher" zum Opfer gefallen.

Die Scorpio Konzertproduktion gab unter Berufung auf das Management der Band bekannt, dass das für Montagabend in Hamburg geplante Konzert ausfallen werde. Am Morgen hatte es zunächst geheißen, alle weiteren Deutschlandkonzerte würden wie geplant stattfinden.

Die Karten für die Show in Hamburg behalten Gültigkeit, sagte eine Sprecherin der Konzertagentur zu SPIEGEL ONLINE. "Wir bemühen uns um einen Ersatztermin im Januar oder Februar."

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