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24.12.2002
 

Wetter in Deutschland

Eisregen, Schmuddelwetter und grüne Weihnachten

Verspätungen und Verkehrschaos haben den Heiligen Abend für Tausende in Deutschland, die zur Familie fahren wollten, getrübt. Nur im Osten und Norden ging streckenweise der Wunsch nach einer weihnachtlichen Winteridylle in Erfüllung.

Hamburg - Am meisten Eis-Chaos gab es mit 250 Unfällen in Niedersachsen. In Sachsen-Anhalt kamen zwei Menschen auf spiegelglatten Straßen ums Leben. Nach weiteren Niederschlägen am ersten Weihnachtsfeiertag soll das Wetter freundlicher werden.

In Niedersachsen wurden vier Menschen schwer und 22 leicht verletzt. Auf der zugefrorenen Autobahn A 2 ging streckenweise nichts mehr. Vereiste Oberleitungen und umgestürzte Bäume führten im Raum Hannover zu starken Behinderungen bei der Bahn. "Das hat bundesweit Auswirkungen im Fernverkehr", sagte Bahn-Sprecher Achim Stausz. Auf der Strecke Hamburg-Hannover-Fulda sei es zu Problemen im ICE- und IC-Verkehr in Richtung Süden gekommen. Viele Züge bekamen nicht genug Strom von den vereisten Leitungen und blieben zwischen den Bahnhöfen stehen. Vier Züge fielen ganz aus. Busse und Straßenbahnen des Nahverkehrs blieben in Hannover, Wilhelmshaven und Bremen stehen.

Während die Menschen in Süddeutschland mit einer "super-grünen Weihnacht" vorlieb nehmen müssen, hält sich im Norden und Osten vorerst der Frost. Am Nachmittag zog Eisregen bis vom Norden bis nach Leipzig und Grimma. Östlich der Elbe soll es nach Vorhersagen vom Deutschen Wetterdienst (DWD) und von Meteomedia pünktlich zum Fest schneien. Die Wettergrenze verursachte starke Kontraste: Während in Görlitz sieben Grad unter Null herrschten, war es in der Thüringer Rhön zwei Grad warm. Am ersten Weihnachtsfeiertag ändert sich am ungleich verteilten Winterwetter in Deutschland wenig.

Am zweiten Weihnachtstag kann es im Süden und Osten recht freundlich werden. Nur im äußersten Osten fällt noch etwas Schnee. Im Norden und Westen kommt neuer Regen. Die Höchstwerte schwanken zwischen minus ein Grad an der Oder und plus elf Grad am Rhein. Für Freitag erwartet der DWD kaum noch Niederschläge.

Für Wintersportler fallen die Weihnachtstage in weiten Teilen ins Wasser. Auf den Kammlagen des Erzgebirges lagen bis zu 20 Zentimeter Schnee, auf den Höhen des Thüringer Waldes vier Zentimeter. In Bayern ließen milde Werte um acht Grad dagegen bis in 1700 Meter Höhe den Schnee verschwinden. Lediglich auf Deutschlands höchstem Berg, der fast 3000 Meter hohen Zugspitze, liegen 170 Zentimeter Schnee. Am Arber im bayerischen Wald wurde der Wintersportbetrieb eingestellt. Weiterer Regen bis in die oberen Lagen und am Alpenrand in den kommenden Tagen "wird für die Skifahrer der Todesstoß sein", sagte der Meteorologe.

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