Hamburg - Verblüfft stellte der Mann fest, dass sich seine Gattin nicht mehr im Auto befand. Laut Polizeibericht vom Donnerstag hatte die auf der Rückbank sitzende 66-Jährige während der Fahrt an Heiligabend festgestellt, dass ihr Sicherheitsgurt verdreht war. Vor einer Ampel in Billstedt stieg sie aus, um den Gurt in Ordnung zu bringen. Der Mann fuhr wieder an und unterhielt sich weiter. Als er in Boberg angekommen war und nichts von hinten hörte, drehte er sich um und stellte fest, dass er allein im Auto saß. Da kamen ihm Zweifel, ob er seine Frau überhaupt dabei gehabt hatte. Er kehrte um.
Die im Eisregen auf der B5 stehen gelassene Frau kämpfte sich durch dornige Büsche am Straßenrand. Eine Streifenwagenbesatzung nahm sie auf. Ihr Mann fuhr an dem Polizeiauto vorbei und stoppte rund 300 Meter weiter auf dem Seitenstreifen, weil seine Frontscheibe vereist war. Als der Streifenwagen hinter ihm hielt und seine Frau ausstieg, dämmerte ihm, dass er wohl nicht richtig hingehört hatte, als sie ihm vor der Ampel sagte, sie wolle ihren Sicherheitsgurt in Ordnung bringen.
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