Jakarta - Der 30 Jahre alte Sumanto gab nach Angaben der Polizei zu, etwa zehn Scheiben vom Bein der Leiche frittiert und seinem ahnungslosen Vater serviert zu haben. Sumanto habe die Leiche der Nachbarin einen Tag nach der Beerdigung ausgegraben und auf seinem Fahrrad nach Hause transportiert, sagte Polizeichef Agus Sofyan Abadi.
Die Polizei habe bei seiner Festnahme mehrere Leichenteile sichergestellt, die auf einer Servierplatte angerichtet gewesen seien. Seinem Vater erklärte der Verdächtige laut Polizei, es handele sich um Ziegenfleisch. Den Rest des Körpers habe er hinter seinem Haus vergraben.
In Sumantos Haus in Purbalingga auf Java, 400 Kilometer südöstlich von Jakarta, seien außerdem die getrockneten Genitalien zweier Männer gefunden worden, sagte Abadi. Sumanto ist nach Auskunft des Polizeichefs überzeugt, der Verzehr von Menschenfleisch werde ihm übernatürliche Kräfte verleihen. Er soll jetzt von einem Psychiater untersucht werden. Im Fall einer Verurteilung wegen Leichenschändung droht ihm ein Jahr Haft.
Kannibalismus ist nach indonesischem Recht kein Straftatbestand. Die Polizei ermittelt auch, ob Sumanto möglicherweise mit dem Tod der Nachbarin zu tun hat.
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