Friedensdemos
Nein zum Krieg! No war! Non à la guerre!
Es war eine der größten Friedensdemonstration der Geschichte: Viele Millionen Menschen rund um den Globus haben gegen die Kriegspläne von US-Präsident Bush protestiert. Allein in Berlin kamen mehr als 500.000 Menschen zusammen.
DPA
500.000 Menschen demonstrierten rund ums Brandenburger Tor
London/Berlin - Von Kapstadt bis Kopenhagen, von Melbourne bis New York, in Berlin, London, Rom, Hongkong, Athen, Seoul und vielen anderen Städten gingen Millionen Menschen gegen einen Irak-Krieg auf die Straße. "Kein Krieg in Irak - Kein Blut für Öl" hieß das Motto der weltweiten Protestwelle. "Die ganze Welt ist gegen diesen Krieg. Nur eine Person will ihn", sagte eine junge Demonstration in Kapstadt, mit der einen Person meinte sie den US-Präsidenten George W. Bush.
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Zu den weltweit größten Demonstrationen seit dem Vietnam-Krieg war in über 600 Städten aufgerufen worden. In Berlin fand die größte Friedenskundgebung in der Stadt seit der Gründung der Bundesrepublik statt. Zunächst hatten die Veranstalter lediglich 100.000 Demonstranten erwartet. Nach Polizeiangaben versammelten sich am Kundgebungsplatz bis zu 500.000 Menschen, darunter auch mehrere Bundesminister und Bundestagspräsident Wolfgang Thierse. Demonstranten trugen Plakate und Transparente mit Aufschriften wie: "Kein Bush-Feuer, sonst Flächenbrand" oder "Nein zum Irak-Krieg".
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In Rom gingen über eine Million Menschen auf die Straße und hüllten die Stadt in ein Meer von Fahnen in Regenbogenfarben. Die Organisatoren sprachen sogar von über drei Millionen Menschen - was dann weltweit überhaupt die größte Friedensdemonstration gewesen sein dürfte. Die Polizei erklärte, es sei zu schwierig, eine Zahl abzuschätzen. In Paris versammelten sich
Zehntausende am Place de la Bastille. Und in London kamen nach Schätzungen der Organisatoren mehr als 1,5 Millionen Menschen, die Polizei sprach von mehreren Hunderttausend. Die Regierung wolle den Krieg, nicht die britische Bevölkerung, sagte ein Demonstrant in London. Es gehe Bush nur ums Öl, sagte Londons Bürgermeister Ken Livingstone.
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Zum Auftakt der weltweiten Proteste gegen einen Irak-Krieg
waren bereits am Freitag in Melbourne rund 150.000 und am
Samstag in Canberra rund 16.000 Australier auf die Straße
gegangen. Auch viele Ländern Asiens fanden Friedenskundgebungen
statt. "Wir stehen am Rande des Dritten Weltkriegs", sagte eine
japanische Hausfrau, die in Tokio für Frieden demonstrierte.