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11.04.2003
 

Heldensaga

Jessica Lynchs Geschichte wird verfilmt

Unendlich war der Jubel in den Vereinigten Staaten, nachdem die Befreiung der US-Soldatin Jessica Lynch aus irakischer Kriegsgefangenschaft bekannt wurde. Nun soll die Geschichte der neuen Heldin verfilmt werden. Die Familie kann sich vor Angeboten kaum retten.

Befreite Lynch: Mit gebrochenen Knochen aus der Gefangenschaft befreit
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Befreite Lynch: Mit gebrochenen Knochen aus der Gefangenschaft befreit

Los Angeles - Die Geschichte der Soldatin Jessica Lynch ist der Stoff, aus dem Heldensagen gestrickt werden. Das haben auch die amerikanischen Verlage und Fernsehsender erkannt: Die Familie der jungen Frau wird mit Anfragen geradezu überschüttet, berichtete der Vater der 19-Jährigen. Lynch selbst wird nach ihrer spektakulären Befreiung aus irakischer Kriegsgefangenschaft derzeit in einem US-Militär-Krankenhaus im pfälzischen Landstuhl behandelt.

Der US-Sender NBC teilte am Donnerstag mit, die Geschichte der Obergefreiten zu drehen, mit oder ohne das Mitwirken der Soldatin und ihrer Familie. Laut "E!Online" hofft der Sender, sich die Rechte von der Familie zu sichern. Falls dies nicht gelingt, soll die Befreiung aus der Sicht anderer Beteiligter geschildert werden. Der zweistündige Film soll noch vor Jahresende ins Fernsehen kommen.

Greiftrupp: In der Dunkelheit und im Chaos der Angriffe stießen die Befreier zum Krankenhaus vor
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Greiftrupp: In der Dunkelheit und im Chaos der Angriffe stießen die Befreier zum Krankenhaus vor

Lynch war am 23. März nahe der Stadt Nassirija in Gefangenschaft geraten. Nach zehn Tagen gelang es einem Greifkommando, die junge Frau aus der Kriegsgefangenschaft zu retten.

Unmittelbar vor der Befreiungsaktion starteten Einheiten der US-Army einen Ablenkungsangriff auf die Stadt und eine strategisch wichtige Brücke. Panzer und bewaffnete Mannschaftswagen nahmen die Ziele unter Beschuss, außerdem wurde die Stromversorgung ausgeschaltet.

In der Dunkelheit und im Chaos der Angriffe stießen die Soldaten des Greiftrupps zum Krankenhaus vor. Mit Panzern und schweren Maschinengewehren schossen sie auf Stellungen der Fedajin, die offenbar nur schwache Gegenwehr leisteten.

Soldatin Lynch: Ein irakischer Jurist soll ihr Versteck verraten haben
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Soldatin Lynch: Ein irakischer Jurist soll ihr Versteck verraten haben

Schon nach wenigen Minuten hatten die Soldaten den Raum der Gefangenen erreicht, entrissen sie ihren Bewachern. Anschließend wurde die Verletzte ausgeflogen. "Amerika ist ein Land, das seine Helden nicht fallen lässt", gab Jim Wilkinson, Sprecher des US-Oberkommandos in Katar, unmittelbar nach dem Ende der Aktion bekannt: "Und es gibt andere Helden, die auf ihre Befreiung warten." US-Präsident George W. Bush hatte den Erfolg als "großartig" gelobt.

Nach einem Bericht der "Washington Post" hatte ein irakischer Jurist den entscheidenden Tipp gegeben. In dem Krankenhaus in Nassirija habe er gesehen, wie die junge Frau geschlagen wurde. Daraufhin habe er die US-Streitkräfte informiert.

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