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18.05.2003
 

Film und Realität

Morden wie in "Matrix"

Der Kinokassenschlager "Matrix", dessen Fortsetzung "Matrix Reloaded" bei der Premiere in den USA diese Woche alle Rekorde brach, wird mit mehreren brutalen Morden in Verbindung gebracht. Mehrere Täter brachten vor Gericht oder bei der Polizei vor, sie hätten sich durch den Film inspiriert gefühlt.

Mehr als brutal: Der Kinofilm "Matrix"
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Warner Bros.

Mehr als brutal: Der Kinofilm "Matrix"

Die Zeitung "Washington Post" nannte am Samstag mindestens vier Fälle, in denen die Täter sich auf den Film beriefen. Auch der als Heckenschütze von Washington verdächtigte Lee Boyd Malvo schrieb in seiner Zelle: "Befreit Euch von der Matrix. Ihr seid Sklaven unter Matrix-Kontrolle", berichtete die Zeitung.

Psychologen bezweifelten in dem Blatt, dass ein bestimmter Film brutales Verhalten auslösen könne. Dennoch könnten Filme wie "Matrix" die Angst vor unbekannten Gefahren schüren und damit bei ohnehin labilen Menschen paranoide Vorstellungen verstärken. In den «Matrix»- Science-Fiction-Filmen sind die Gehirne der Menschen an ein gigantisches Computerprogramm namens Matrix angeschlossen.

Ein 19-jähriger "Matrix"-Fan, der in einem Trenchcoat herumlief wie eine der Hauptfiguren in dem Film, ermordete im Februar in der Nähe von Washington seine Eltern mit einem wie im Film verwendeten Gewehr. Eine Frau in Ohio, die sich nach Angaben vor Gericht selbst in der "Matrix"-Geschichte wähnte, plädierte nach dem Mord an ihrem Vermieter auf Unzurechnungsfähigkeit und wurde freigesprochen. Genauso erging es einen Mann vor drei Jahren in San Francisco, berichtete die Zeitung.

Die Fortsetzung des Erfolgsfilms von 1999 hat bei der Eröffnung in den USA am Donnerstag 42,5 Millionen Dollar (36,7 Millionen Euro) eingespielt, so viel wie kein Film zuvor. Die neuen Cyberspace-Abenteuer von Neo, Morpheus und Trinity im Kampf gegen die Herrschaft der Maschinen kommt am 22. Mai nach Deutschland.

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