Panama - Vega erhielt die Krone aus den Händen ihrer Vorgängerin, Justine Pasek aus Panama. Die Schönheit hat Amelia offenbar geerbt: Schon ihre Mutter vertrat die Dominikanische Republik bei dem Miss-Universum-Wettbewerb 1980. "Ich bin aufgeregt und nervös", hatte Amelia Vega vor dem Wettbewerb gesagt. "Ich habe mich seit zehn Monaten auf das hier vorbereitet." Sie sei sehr stolz darauf, ihr Land repräsentieren zu dürfen.
Entzückt zeigte sich die Jury von der mädchenhaften Bescheidenheit Vegas: Als sie gefragt wurde, was denn das wertvollste Geschenk gewesen sei, das sie jemals gemacht habe, antwortete die Schöne: Laut ihrer Großmutter sei das ein Brief gewesen, den sie ihr geschrieben habe, als die Oma einmal sehr krank war.
Auf Platz zwei kam Miss Venezuela, die wegen der finanziellen Schwierigkeiten ihres Landes fast nicht zum Finale kommen konnte. Aber am Ende fand sich doch noch ein großzügiger Spender. Platz drei belegte Miss Südafrika, Cindy Nell. Auf den Plätzen vier und fünf folgten Miss Serbien und Montenegro, Sanja Papic, und Miss Japan, Miyako Miyzaki.
Die deutsche Kandidatin, die aus der Ukraine stammende Münchner Schauspielschülerin Alexandra Vodjanikowa, 19, war vorzeitig ausgeschieden.
Die Kandidatin aus der Dominikanischen Republik hatten auch die SPIEGEL-ONLINE-User unter den Top-Favoritinnen gesehen. Doch nach dem Geschmack der Leser war eine Bewerberin noch schöner: Sivan Klein aus Israel wurde bei einem Vote die klare Siegerin. In den Augen der Jury hatte die dunkelhaarige Klein jedoch keine Chance.
Die Siegerin des seit 1952 ausgetragenen Wettbewerbs erhält Sach- und Geldpreise sowie ein Gehalt für die Dauer eines Jahres. Während ihrer Amtszeit darf sie in einem New Yorker Luxusappartement wohnen und eine Schauspielschule besuchen.
Allerdings hat sie auch viele Pflichten: Sie muss für eine Vielzahl öffentlicher Auftritte, wie Talk-Shows oder Benefiz-Galas, bereit stehen.
Im vergangenen Jahr hatte die Russin Oxana Fjodorowa nach wenigen Monaten ihre Krone wieder abgegeben. Entnervt von dem Business, in dem es vor allem um die Vermarktung von Hüft- und Oberweiten ging, erklärte sie, der Beruf des Models liege ihr nicht. "Ich habe mich schon immer für Philosophisches, für Fragen nach dem Sinn des Lebens interessiert." Daraufhin rückte die Zweitplatzierte, Justine Pasek, nach.
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