London - Der britische Prinz Harry hat möglicherweise eine große Künstlerkarriere vor sich. Neben zahlreichen Porträtfotos veröffentlichte das Königshaus auch Fotos mehrerer von Harry gemalter Bilder, die Kenner und Familie als herausragend beurteilten.
Auf Harrys abstrakten Gemälden sind eidechsenartige Wesen zu sehen, der Malstil erinnert an den der australischen Aborigines. Der Kunstkritiker der "Sunday Times", Waldemar Januszczak, sagte, die Bilder seien "wesentlich progressiver, individueller und interessanter als die Aquarelle seines Vaters. Sie sind gute Beispiele für die Fantasie eines Heranwachsenden, der nach einem Sinn sucht." Harrys Vater, Kronprinz Charles, hat bereits mehrere Aquarelle veröffentlicht.
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Auch Prinz William lobte kürzlich in einem Interview die künstlerische Begabung seines jüngeren Bruders: "Harry kann malen, aber ich kann es nicht. Er hat das Talent unseres Vaters, während ich mich vor einem Stück Leinwand wie der größte Idiot anstelle."
Militär- oder Künstlerkarriere?
Auf den anderen Fotos ist Harry unter anderem beim Rugby-Spielen, beim Schuheputzen und bei einem Umzug mit Mitschülern der Eliteschule Eton zu sehen. Eine Aufnahme seines Schreibtisches zeigt ein gerahmtes Schwarz-Weiß-Bild seiner verstorbenen Mutter Diana neben Postern von Musikstars und Bikini-Schönheiten. Auf den Fotos mit seinen Kunstwerken trägt Harry eine mit Farbe bekleckste Malerschürze über seiner Schuluniform.
Herumliegende Turnschuhe, Aschenbecher, Pizzareste, Videos und einiges andere, was für einen als "Partylöwen" bekannten Teenager wohl typisch ist, sind nicht zu sehen. Nicht abgenommen wurden dagegen seine Pin-up-Fotos an der Wand, darunter Halle Berry.
Harry will sich wie sein Bruder William nach dem Schulabschluss zunächst ein Jahr frei nehmen und anschließend vermutlich die renommierte Militärakademie Sandhurst besuchen. Sein älterer Bruder studiert inzwischen Architektur an der schottischen St. Andrew's University. Seit dem tödlichen Autounfall von Prinzessin Diana 1997 in Paris führen die beiden Prinzen ein weitgehend von den Medien unbehelligtes Leben.
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