London - Thatcher starb am Donnerstagmorgen an Herzversagen im Londoner Lister Krankenhaus. Seine Ehefrau und die beiden Kinder Marc und Carol waren bei ihm. Der ehemalige Finanzdirektor der Ölgesellschaft Burmah Oil stand ein Leben lang im Schatten seiner berühmten Gattin. Sein Motto war dem Nachrichtensender BBC zufolge: Die Gefährten des Premierministers sollten zwar immer präsent, aber niemals anwesend sein.
Die britische Zeitung "Observer" verglich den erzkonservativen Thatcher mit der "Frau eines Ölscheichs", weil er immer wenige Schritte hinter seiner Gattin gegangen war. Bei jeder Gelegenheit hatte er erklärt: "Sie ist der Boss, ich bin ihr größter Fan."
Sir Denis war immer gut für eine Anekdote. Bei einem Parteitag der Konservativen zum Beispiel brachte er einen Kellner samt vollbeladenem Getränketablett zu Fall. Seine durchnässte Gattin tröstete er mit den Worten: "Das Kleid ist ja schwarz, da sieht man fast nichts." Sir Denis galt als der einzige Mann, bei dem die Eiserne Lady weich wurde.
Englands Premier Tony Blair übermittelte sein Beileid zum Tod Thatchers von einer Konferenz in Russland aus. "Sir Denis war ein freundlicher und großherziger Mann, ein wahrer Gentleman, der viele Freunde hatte", sagte er.
Margaret und Denis Thatcher waren mehr als 50 Jahre verheiratet. Im vergangenen Jahr hatte die "eiserne Lady" eine Einladung zu den Falkland-Inseln ausgeschlagen, mit der Begründung, die Reise sei zu anstrengend für ihren Mann.
1979 wurde Margaret Thatcher die erste weibliche Premierministerin des Landes. Sie regierte elfeinhalb Jahre und damit länger als jeder andere britische Regierungschef im 20. Jahrhundert.
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